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Gegen die Wegwerfkultur: Odenwälder Unternehmer schafft besonderes Abo fürs Baby

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Von: Tim Vincent Dicke

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Um Müll zu vermeiden, bietet ein Unternehmer aus dem Odenwald nun einen neuen Service für Eltern an. (Symbolbild)
Um Müll zu vermeiden, bietet ein Unternehmer aus dem Odenwald nun einen neuen Service für Eltern an. (Symbolbild) © Sven Ellger/Imago

Einwegwindeln werden schnell weggeworfen und haben keine gute Umweltbilanz. Ein Gründer aus dem Odenwald macht aus dem Problem eine Geschäftsidee.

Lützelbach – Einwegwindeln sind nicht gerade für ihre Umweltfreundlichkeit bekannt. Nach der Benutzung können sie nicht wiederverwendet werden und landen daher im Müll. Kaum zählbar ist die Masse, die an Windeln verbraucht wird, bis Babys und Kleinkinder selbstständig auf die Toilette gehen. Ein Unternehmer aus Lützelbach im Odenwald hat aus dem ökologischen Problem eine Geschäftsidee gemacht.

Die Firma des Gründers Patrick Weiß heißt „Padywhite“. Mit dieser bietet er ein Komplett-Abo für Stoffwindeln an. „Wir stellen dir ein komplettes Paket aus Stoffwindeln, Überhosen und Zubehör zur Verfügung, zusätzlich übernehmen wir die aufwendige Reinigung und Pflege mit ökologischen Waschmitteln. Keine Chemie und kein Geruch mehr“, heißt es auf der Webseite.

Was das Windel-Abo aus dem Odenwald bietet

Frühe Kunden bezahlen für das Abo dauerhaft 59 Euro pro Monat, ab dem 1. August steigt der monatliche Preis um 20 Euro. Ohne sich direkt länger binden zu müssen, können Interessierte das Abo fürs Baby eine Woche lang testen. Integriert im Paket sind laut „Padywhite“ folgende Produkte und Dienstleistungen:

Windel-Abo aus dem Odenwald: Vater ist der „Padywhite“-Gründer noch nicht

In einem Interview mit dem Radiosender FFH sagte der Firmengründer, dass der Kontakt zum Unternehmen sehr einfach gestaltet ist. Man könne ein Formular auf der Webseite abschicken, eine Nachricht per Whatsapp schreiben oder direkt anrufen. „Dann fragen wir ein paar Sachen ab. Wie zum Beispiel Name, Geburtsdatum, wie alt ist das Kind und ganz wichtig: Wie schwer ist das Kind?“ Dann könne die passende Windelgröße für das Kind gefunden werden, sagte Weiß. Selbst Vater ist der Unternehmer, der laut FFH Wirtschaftsinformatiker ist, übrigens noch nicht.

Einwegwindeln kommen übrigens bei der Mülltrennung in den Restmüll. Auch andere nicht verwertbare Artikel wie Staubsaugerbeutel oder kleine Kunststoffprodukte wie alte Zahnbürsten oder Kugelschreiber, medizinische Abfälle sowie Zigarettenstummel gehören in die Tonne. (Tim Vincent Dicke)

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