„Outlet-Center hat Priorität“

Gelnhausen sieht auch andere Optionen

Gelnhausen - „Das Outlet-Center besitzt weiterhin Priorität bei unseren Planungen, allerdings sind wir bereit, auch über andere Optionen nachzudenken.

 „Das Outlet-Center besitzt weiterhin Priorität bei unseren Planungen, allerdings sind wir bereit, auch über andere Optionen nachzudenken.“ Gelnhausens Bürgermeister Daniel Glöckner (FDP) setzt trotz der Probleme, genügend Mieter für Deutschlands erstes innerstädtisches Outlet-Center zu finden, weiterhin auf Investor Jan Dieter Leuze und seine Barbarossa-City-Outlet GmbH & Co.KG. Wie berichtet hat der Unternehmer es nicht geschafft, bis zum vertraglich vereinbarten Termin eine Vermietungsquote von mindestens 50 Prozent nachzuweisen. Über die Gründe schweigt sich das Projektmanagement aus.

Das Projekt mit 10 000 Quadratmetern Verkaufsfläche gilt als gefährdet. Ursprünglich war die Eröffnung bereits in diesem Frühjahr geplant. Investor Leuzes Ruf in Gelnhausen ist wegen mehrerer großmundiger, aber nicht realisierter Ankündigungen angekratzt. Hinzu kommt, dass ein ähnliches Projekt in Wilhelmshaven ebenfalls seit längerer Zeit nicht vorankommt.

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Glöckner wies im Gespräch mit dieser Zeitung darauf hin, dass dem Unternehmen weitere vier Wochen Zeit eingeräumt werde, die erforderliche Belegung nachzuweisen. Schon einmal sei die Frist um ein halbes Jahr verlängert worden, betonte Glöckner. Komme das Unternehmen dieser Vorgabe nun nicht nach, sei der Kaufvertrag hinfällig. Denkbar sei für das rund 13 000 Quadratmeter große Areal auch eine Wohnbebauung, eine Nutzung als Standort für das Rathaus oder allgemein für Einzelhandel. „Es ist uns wichtig, keine Bauruine zu schaffen. Deshalb könnte das Projekt grundsätzlich überdacht werden“, sagte Glöckner.

Die Entwicklungsmaßnahme in dem ehemaligen Kaufhaus Joh und einer benachbarten Immobilie wird deutschlandweit verfolgt. 30 Millionen Euro sollen in das Center mit 50 Geschäften des Direktverkaufs aus dem Bereich Mode und Freizeit investiert werden. Das Kaufhaus schloss 2013. Im Jahre 2015 kaufte die Stadt Gelnhausen den Komplex für 2,15 Millionen Euro.  (mic)

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