Gestiegene Zahl der Angriffe auf Beamte

Polizei-Gewerkschaft sieht „dringenden Bedarf“ an Tasern

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Kommen bald mehr Elektroschocker bei der Polizei zum Einsatz?

Frankfurt/Wiesbaden - Angesichts der gestiegenen Zahl der Angriffe auf Polizisten sieht die Gewerkschaft der Polizei (GdP) einen dringenden Bedarf an zusätzlicher Schutzausstattung für Polizisten.

Taser, die derzeit im Rahmen eines Pilotprojektes in Frankfurt und Offenbach erprobt werden, seien "etwas, was wir gerade vor dem Hintergrund der Kriminalstatistik dringend brauchen", sagte der hessische GdP-Landesvorsitzende Andreas Grün am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. "Wir drängen darauf, dass dieses Gerät auch bei der hessischen Polizei eingeführt wird", sagte Grün über das Gerät, dass Kontrahenten mit einem elektrischen Schock außer Gefecht setzt. "Gerade bei körperlichen Auseinandersetzungen mit körperlich überlegenen Personen ist es ein sehr wirksames Mittel."

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Nach der in der vergangenen Woche in Wiesbaden vorgestellten Kriminalstatistik wurden im vergangenen Jahr 3512 Polizisten Opfer von Straftaten. "So hoch war diese Zahl noch nie", betonte Grün. Seine Gewerkschaft sei der Meinung, dass sich ein Teil dieser Angriffe "mit Hilfe moderner Distanzmittel wie etwa dem Taser vermeiden" lasse. Ein Taser kann aus einer Distanz von bis zu sechs Metern eingesetzt werden. Über den Einsatz von Tasern hatten sich der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und seine Minister auch am Montag bei einer auswärtigen Kabinettssitzung im Frankfurter Polizeipräsidium informiert. Erste Erfahrungen über das Pilotprojekt werden voraussichtlich im Sommer ausgewertet. (dpa)

Polizeibeamte müssen belastbar sein

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