Wer hat schwarzen Geländewagen gesehen?

Nach Familiendrama in Künzell sucht die Polizei Zeugen

Künzell - Nach dem Familiendrama mit zwei Toten im osthessischen Künzell sucht die Polizei weiter Zeugen, die einen schwarzen Geländewagen gesehen haben. "Wir haben noch keine heiße Spur", sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Von Zeugenhinweisen sei ihm noch nichts bekannt.

Die Ermittler erhoffen sich Hinweise auf den Fahrer oder die Fahrerin des Autos. In der Nacht zum Tattag Anfang Januar habe das Auto in Künzell mehrere Wagen beschädigt, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Der Geländewagen soll auch bei Rot über eine Ampel gefahren sein und überholt haben. Dem Vernehmen nach soll es sich um das Auto der Familie handeln. Die Fahrt und die Karambolagen könnten mit dem Familiendrama zusammenhängen.

Eine Frau steht unter dem Verdacht, ihren Mann und ihren Sohn umgebracht zu haben. Anschließend wollte sie sich selbst töten. Sie überlebte schwer verletzt. Die Anästhesiekrankenschwester (47) soll dem Mann (51) sowie dem Sohn (16) mit einer Infusion eine tödliche Dosis des Narkosemittels Propofol verabreicht haben. Gegen die Frau besteht Haftbefehl wegen Totschlags. Ihr Mann und ihr Sohn waren am Dienstag vor einer Woche tot in der Wohnung gefunden worden. (dpa)

Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bei Depressionen und anderen psychischen Notfall-Situationen bietet auch die Psychiatrische Fachambulanz am Stadtkrankenhaus Hanau unter 06181-2968100. Infos für Betroffene und Angehörige gibt es außerdem unter www.deutsche-depressionshilfe.de.

Rubriklistenbild: © dpa

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