Schutz für Polizeibeamte

Polizeigewerkschaft fordert Abschaffung von Kennzeichnungspflicht

Darmstadt - Die Deutsche Polizeigewerkschaft hat einen besseren Schutz für Polizeibeamte in ihrem Privatbereich und eine Abschaffung der Kennzeichnungspflicht gefordert.

"Die Möglichkeit die Kolleginnen und Kollegen über die Kennzeichnung zu identifizieren ist so nicht tragbar", betonte der hessische Landesvorsitzende Lars Maruhn am Mittwoch. "Wir müssen Mechanismen zum Schutz entwickeln, der private häusliche Bereich muss Tabu-Zone bleiben." Die Angriffe im privaten Bereich häuften sich und kämen aus unterschiedlichen Richtungen, sagte Maruhn.

So habe es Fälle von "Reichsbürgern" gegeben, die Briefe mit Anwaltsdrohungen an die Privatadressen von Polizisten schrieben. In Darmstadt sei ein Beamter in seiner Freizeit als Polizist erkannt, angegriffen und so schwer verletzt worden, dass er frühpensioniert werden musste. Anlass für die Forderung nach Abschaffung der Kennzeichnungspflicht waren nun Berichte über einen an einer Abschiebung beteiligten Bundespolizisten aus Nordrhein-Westfalen, der von Männern aus dem islamistischen Bereich bedroht worden sei. (dpa)

Polizeibeamte müssen belastbar sein

Rubriklistenbild: © dpa

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