Angeklagter steht vor Gericht

Zwei Panzer für Glööckler-Kunstprojekt

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Der Angeklagte (vorne) sitzt in Bensheim im Verhandlungssaal des Amtsgerichts neben seinem Verteidiger Peter Gillert. Er soll zwei Panzer gekauft und auf sein Firmengelände in Lautertal gebracht haben. Sie waren für ein Kunstprojekt vorgesehen.

Bensheim - Eigentlich sollten die zwei Panzer ein Kunstprojekt mit Designer und Modeschöpfer Harald Glööckler werden. Nun steht ein Mann deswegen seit Mittwoch vor dem Amtsgericht in Bensheim.

Sein Verteidiger sagte zu Prozessbeginn, der 49-Jährige habe nicht gewusst, dass er gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen habe. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, die Panzer von Großbritannien nach Deutschland gebracht zu haben, ohne dass sie ausreichend demilitarisiert gewesen seien. Die Anklage wirft dem Mann vor, die Bergepanzer im Jahr 2013 gekauft zu haben. Er habe "die tatsächliche Gewalt über Kriegswaffen ohne Genehmigung" besessen.

Die Kampffahrzeuge sollen vor allem ihre gegen Handfeuerwaffen und Artilleriesplitter schützende Panzerwanne noch vollständig besessen haben. Laut Anklage hatten die Panzer für zusammen 30.000 Euro den Besitzer gewechselt. Dann habe Glööckler die beiden Militärfahrzeuge aber nur dafür benutzen wollen, sie umgestaltet für eine Aktion "Kunst gegen Krieg" in Berlin zu verwenden. Glööckler habe sich nicht im Besitz der Panzer befunden. Der Künstler hat den Angaben zufolge mit dem Verfahren selbst nichts zu tun - gegen ihn gebe es keinen Vorwurf. Für den Prozess gegen den Importeur ist ein Verhandlungstag angesetzt. Laut Anklage droht eine Strafe von mindestens ein Jahr Haft. (dpa)

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