Prozess am Landgericht Frankfurt

Offenbacher gesteht Raubmord an Rentnerin

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Frankfurt/Offenbach - Ein 56 Jahre alter Mann aus Offenbach hat vor dem Landgericht in Frankfurt einen Mord an einer Rentnerin gestanden. Es ging um Geld.

Mit einem Teppichmesser hat ein Handwerker eine 67-Jährige getötet - zum Prozessauftakt gestand der Mann heute vor dem Frankfurter Landgericht. Der Fliesenleger hatte im vergangenen Juli zunächst Arbeiten im Haus der Frau in Oberursel bei Frankfurt verrichtet und wollte sich später Geld von ihr leihen. Als die Frau ablehnte, tötete er sie und flüchtete mit 34.000 Euro Bargeld. Die Enkelin der Frau fand die Leiche. Die Staatsanwaltschaft geht von Mord aus. Der Angeklagte habe sein Opfer heimtückisch und aus Habgier getötet, um den Diebstahl zu ermöglichen.

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Einige Tage nach der Tat wurde der Mann festgenommen und gestand bereits damals. Die Frau hatte dem Mann demnach ihr Geldversteck verraten. Die beiden Verteidiger brachten indes eine neue Komponente ins Spiel: Der Angeklagte befestige seine Zahnprothese mit Sekundenkleber im Mund und der Klebstoff könne eine berauschende Wirkung entwickeln, die auch bei der Tat eine Rolle gespielt haben könne. Ein Gerichtsmediziner bezweifelte dies jedoch. Am nächsten Verhandlungstag will sich der Angeklagte näher zur Tat und den Hintergründen einlassen. Die Schwurgerichtskammer hat vorerst drei Fortsetzungstermine festgelegt.

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dpa

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