Für mehr Pünktlichkeit

Bahn investiert Milliarden in Infrastruktur

Frankfurt - Nur mit einem Ausbau der Schiene kann die Infrastruktur im Rhein-Main-Gebiet nach Ansicht von Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir verbessert werden.

"Es fehlte lange Zeit am politischen Willen, die Projekte voranzutreiben", sagte der Grünen-Politiker am Dienstag bei einer Besichtigung von drei Bahn-Baustellen. Dabei geht es um den Ausbau des Schienenverkehrs von zwei auf vier Spuren zwischen Frankfurt und Friedberg. Die S 6 soll zwei eigene Gleise erhalten - genauso wie der Regional- und Fernverkehr. "Es geht um mehr Pünktlichkeit und Kapazität", sagte Al-Wazir, der sich von dem rund 350 Millionen Euro teuren Projekt auch eine bessere Schienenanbindung Mittelhessens nach Frankfurt verspricht. Wegen des Vorhabens sind Anwohner an der Strecke vor die Gerichte gezogen.

Für weitere 130 Millionen Euro baut die Bahn derzeit eine zweite Brücke im Frankfurter Stadtteil Gallus - rund ein Kilometer vom Hauptbahnhof entfernt. Dies soll den Regionalverkehr in den Taunus, nach Limburg und in den Rheingau weniger störanfällig für Verspätungen machen. Derzeit gibt es dafür nur eine eingleisig befahrene Brücke.

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Für rund 250 Millionen Euro baut die Bahn in Kooperation mit Land und Stadt Frankfurt eine Bahnstation für den neuen Stadtteil Gateway Gardens, der direkt am Flughafen liegt. Künftig wird die S-Bahn vom Hauptbahnhof zwischen Stadion und Flughafen auf einer neuen Trasse verkehren. Zwei Kilometer davon sind unterirdisch. Die Fahrzeit zum Flughafen werde sich nur unwesentlich verlängern, sagte ein Bahnsprecher. Die Bahn investiert in den kommenden Jahren in Rhein-Main in die Infrastruktur rund 12 Milliarden Euro. Die teuersten Projekte sind die Hochgeschwindigkeitsstrecken nach Mannheim und Fulda. (dpa)

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