Modernisierungen, Nachfahrten und kostenloses WLAN

Fahrplanwechsel des RMV: Das sind die Neuerungen

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Unter anderem sind mehr Nachtfahrten am Wochenende sowie vor Feiertagen geplant.

Darmstadt - Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember macht der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) seinen Fahrgästen neue Angebote. Bei der Modernisierung setzt er auf neue Züge und kostenloses WLAN.

Mehr Fahrten für Nachtschwärmer an den Wochenenden und erstmals freies WLAN in einem Regionalzug - mit dem Fahrplanwechsel im Dezember macht der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) seinen Fahrgästen neue Angebote. Der durchgehende Nachtverkehr müsse aber in zwei Stufen eingeführt werden, sagte RMV-Geschäftsführer Knut Ringat am Freitag in Darmstadt. Grund hierfür sind die andauernden Arbeiten im Frankfurter S-Bahntunnel nach Mitternacht. Im Sommer 2018 und möglicherweise auch in den Osterferien werde es zudem wieder eine vollständige Sperrung des S-Bahn-Tunnels in Frankfurt geben, um die Bauarbeiten dort voran zu bringen.

Freitag- und Samstagnacht sowie vor Feiertagen können Nachtschwärmer den Angaben zufolge jedoch alle ein bis zwei Stunden in die Region aufbrechen. Nachtfahrten wird es nach RMV-Angaben unter anderem nach Gießen, Marburg, Darmstadt, Fulda oder Mannheim geben. Doch auch an die Frühaufsteher wird gedacht - vor allem an diejenigen, die am Frankfurter Flughafen, dem größten Arbeitgeber Frankfurts, im Schichtdienst arbeiten. Mit dem neuen Fahrplan werde es den Flughafenarbeit ermöglicht, aus Frankfurt und dem Umland auch schon um fünf Uhr morgens mit der S-Bahn den Flughafen zu erreichen, sagte Ringat.

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Eine Neuerung ist die Einführung kostenloser WLAN-Angebote. Auf der Rhein-Neckar-Ried-Linie werde erstmals in den neuen RMV-Zügen ein freies WLAN angeboten, sagte Ringat. Im kommenden Jahr werde der RMV zudem beginnen, schrittweise die S-Bahn-Züge komplett mit WLAN auszustatten. "Auf längeren Strecken fordern das unsere Fahrgäste mittlerweile", sagte er. Auf Modernisierung der Fahrzeugflotte setzt der RMV auch auf der Strecke der Odenwaldbahn, die seit 2005 einen Passagierzuwachs um 40 Prozent erzielte und an Werktagen etwa 13.000 Fahrgäste befördert. Das mache die Odenwaldbahn "zu einer der erfolgreichsten Strecken des RMV", sagte Aufsichtsratsmitglied Ulrich Krebs. Vier neue Züge vom Typ Lint 54 ergänzen und erweitern die Fahrzeugflotte. Wenn die vier zusätzlichen Züge Ende Januar 1918 alle vorhanden sind, soll es auch auf der Odenwaldlinie an Wochenenden Nachtverkehr geben. (dpa)

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