Nordhessens Metzger suchen Alternativen

Jetzt geht's um die "Ahle Wurscht": Schlachthof Kassel schließt

+
Metzger Dieter Rohde prüft in seiner Wurstekammer in Kassel die Härte der "Ahlen Wurscht".

Kassel - Nun steht es fest: Nordhessische Metzger müssen sich für die Produktion ihrer traditionsreichen "Ahlen Wurscht" nach alternativen Schlachthöfen umsehen. Die Rettung des finanziell angeschlagenen Schlachthofs Kassel ist endgültig gescheitert.

Nachdem am Dienstag auch noch der letzte Interessent abgesprungen war, wie der vorläufige Insolvenzverwalter Simon Braun heute mitteilte, wird der Kasseler Schlachthof nun Ende Februar den Betrieb einstellen. Ein Weiterbetrieb mit der vergleichsweise geringen Schlachtkapazität sei für den Interessenten nicht denkbar gewesen, erläuterte Braun. Um die Kapazität zu erweitern, wäre ein aufwendiges Genehmigungsverfahren nötig gewesen. Auch das sei für den potenziellen Käufer, der aus der hessischen Fleischwirtschaft komme, kein gangbarer Weg gewesen.

"Am 26. Februar wird der letzte Schlachttag sein", informierte der vorläufige Insolvenzverwalter. Die zehn noch verbliebenen Mitarbeiter würden dann freigestellt. In dem Schlachthof werden aktuell knapp 500 Schweine pro Woche geschlachtet, ein Großteil des Fleischs wird zur Herstellung der "Ahlen Wurscht" verwendet. Da dieses warm verarbeitet wird, sind Metzger auf kurze Wege angewiesen. (dpa)

Wie werde ich Fleischer/in?

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare