Zahlreiche Einsätze im Kreis und Hessen

Schnee und Glätte führen zu Unfällen und Behinderungen

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Frankfurt/Offenbach - Glatte Straßen haben am Wochenende Autofahrern das Leben schwer gemacht. Es kam zu zahlreichen Unfällen. Am Flughafen Frankfurt gab es Verspätungen und Flugausfälle.

Schnee und Glatteis haben am Wochenende in weiten Teilen Hessens zu Unfällen und Verkehrsbehinderungen geführt. Betroffen waren nach Angaben der Polizei vor allem die Höhenlagen der Rhön, der Taunus und der Vogelsberg. Menschen wurden in den meisten Fällen nicht verletzt. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei aber insgesamt auf mindestens hunderttausend Euro. Im Kreis Offenbach kam es ebenfalls zu zahlreichen Unfällen. Ein Polizeisprecher spricht von rund 15 Zwischenfällen. Schwer verletzt wurde dabei jedoch niemand. Es blieb meist bei Blechschäden. 

Am Frankfurter Flughafen wurden daher bis zum frühen Nachmittag 267 Flüge gestrichen. Hunderte Verbindungen hatten Verspätung. Zwischenzeitlich stand an Deutschlands größtem Drehkreuz nur eine Piste für startende und landende Jets zur Verfügung. Eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport bezeichnete die Situation als "dramatisch". Selbst auf den geräumten und gestreuten Bahnen seien wegen des anhaltenden Schneefalls nicht die vorgeschriebenen Bremswerte erreicht worden. Auch bei der Bahn kam es zu erheblichen Verspätungen. Die meisten Züge konnten wegen zugeschneiter oder vereister Weichen weder die Bahnhöfe verlassen noch in sie einfahren. Vor allem am Frankfurter Hauptbahnhof war die Situation angespannt. Ein Sprecher des Bahn riet Reisenden, mindestens eine Stunden mehr Fahrtzeit einzuplanen.

In Südhessen zählte die Polizei allein am Sonntag rund 30 Unfälle. In Darmstadt kippte ein Räumfahrzeug um. Mehrere Linienbusse kamen von der Straße ab. Verletzt wurde dabei niemand. Bei Lauterbach (Vogelsbergkreis) verlor ein 44 Jahre alter Mann bei starkem Schneefall die Kontrolle über seinen Wagen und stieß mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Den Schaden schätzte die Polizei am Sonntag auf rund 20.000 Euro.

Bereits zu Beginn des Wochenendes hatte es auf glatten Straßen etliche Unfälle gegeben. In den Kreisen Marburg-Biedenkopf und Lahn-Dill rutschten Autos in Straßengräben. Das Polizeipräsidium Mittelhessen nahm mindestens zehn Unfälle auf, die die Beamten auf Glatteis zurückführten. Der Sachschaden lag nach Angaben eines Sprechers bei insgesamt 45.000 Euro. In Ost- und Westhessen fuhren in der Nacht zum Samstag Autos gegen Verkehrsschilder oder rutschten in Gräben. In Usingen (Hochtaunuskreis) mussten Lastwagen über mehrere Stunden am Straßenrand stehenbleiben. Im Kreis Waldeck-Frankenberg gerieten nach Angaben der Polizei zwei Autos in einen Straßengraben. Ein 49-jähriger Autofahrer ist zudem bei einem Unfall im Taunus tödlich verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, kam sein Wagen am Samstagabend nahe Hohenstein von der Straße ab und fuhr in einen Graben.

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Auf einer Landstraße zwischen Ober-Ramstadt und Roßdorf (Kreis Darmstadt-Dieburg) überschlug sich ein Auto. Dabei wurden zwei Menschen verletzt. "Allerdings blieb es bei dem einen Vorfall, da es in der Region kein flächendeckendes Glatteis oder starke Schneefälle gegeben hat", sagte der Sprecher.

Ausblick: So wird das Wetter in den nächsten Tagen

Für die neue Woche gab der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach zumindest teilweise Entwarnung. Denn ab Montag steigen die Temperaturen auf bis zu neun Grad und es zieht ein Regengebiet über Hessen hinweg. Nur im Bergland könnte laut DWD der Regen bei Temperaturen um null Grad auf dem kalten Boden frieren und wieder für gefährlich glatte Straßen sorgen. (dpa/dr)

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