Schnee, Unfälle, Ausfälle

Später Wintereinbruch macht Hessen zu schaffen

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Umgestürzte Bäume in Nordhessen

Kassel/Darmstadt/Frankfurt - Schneeglatte Straßen, umgestürzte Bäume und eingefrorene Weichen: Schnee und Eis führen zu erheblichen Verkehrsproblemen. Auch auf Autobahnen kommt es zu zahlreichen Unfällen.

Heftige Schneefälle haben am Sonntag in Hessen zu erheblichen Behinderungen im Bahn- und Straßenverkehr geführt. Sturmböen entwurzelten in Nordhessen zahlreiche Bäume. Bis zu 150 Bäume stürzten dort auf Bundes-, Land- und Kreisstraßen, so dass mehrere Verbindungen gesperrt werden mussten. Auch im Stadtgebiet von Kassel stürzten Bäume um. Straßenmeistereien und Feuerwehren seien im Dauereinsatz, sagte ein Polizeisprecher.

Im Bahnverkehr kam es vereinzelt zu Weichenstörungen und Schäden an Oberleitungen. Betroffen waren nach Angaben einer Sprecherin unter anderem die S-Bahn-Verbindung nach Darmstadt und der Regionalverkehr im Lahn-Dill-Kreis.

Auch in Osthessen stürzten zahlreiche Bäume um. Einsatzkräfte waren mit Kettensägen unterwegs, um blockierte Straßen zu räumen. Betroffen waren unter anderem die Bundesstraße 62 zwischen Bad Hersfeld und Friedewald sowie die Landesstraße 3251 zwischen Kleinensee und Bodesruh. Glättebedingte Verkehrsunfälle gab es unter anderem am südlichen Taunusrand. Zwischen Friedrichsdorf-Köppern und Friedberg geriet ein Autofahrer auf die Gegenfahrbahn und stieß mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammen. Dessen Fahrerin wurde leicht verletzt.

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Die Polizei in Südhessen registrierte am Morgen mehr als 70 Verkehrsunfälle. Alleine auf den Autobahnen 5 und 67 gab es mehr als 30 Verkehrsunfälle mit drei Verletzten. Wegen der starken Böen kam es örtlich zu Schneeverwehungen. In Gipfellagen wurden Windgeschwindigkeiten bis 70 Kilometer in der Stunde gemessen. Fußballspiele wurden witterungsbedingt abgesagt, selbst im Stadtgebiet von Frankfurt.

Im Taunus fielen bis zu zehn Zentimeter Neuschnee. Ursache des späten Wintereinbruchs ist ein Hoch über Skandinavien, das arktische Kontinentalluft aus Nordosten nach Hessen schiebt. Der Frost soll auch am Montag andauern, mit Nachttemperaturen bis minus elf Grad. (dpa)

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