„Verkettung unglücklicher Umstände“

Schüler finden Menschenknochen beim Müllsammeln

Flieden/Fulda - Einen gruseligen Fund haben Grundschüler im osthessischen Flieden beim Müllsammeln gemacht. Bei einer Osterputzaktion fanden sie an einem aufgeschütteten Erdwall menschliche Knochen und Schädel.

Die alarmierte Polizei konnte ausschließen, dass es sich um Spuren und Überreste eines Verbrechens handelt, wie Sprecher Christian Stahl am Freitag sagte. Zuvor hatte die "Fuldaer Zeitung" darüber berichtet. Die am Mittwoch in der Erde gefundenen Gebeine stammen vom Zentralfriedhof in Fulda, wie Stadtsprecher Johannes Heller sagte. Durch eine "Verkettung unglücklicher Umstände" seien die menschlichen Überreste in einer größeren Menge Erdaushub enthalten gewesen. Mit dem Erdaushub hatte eine Entsorgungsfirma einen Lärmschutzwall in einem Baugebiet im Ortsteil Rückers aufgeschüttet.

Die Stadt Fulda erklärte: Die Erde stammte aus ehemaligen Gräbern, für die die Ruhezeit abgelaufen war. Im Normalfall werde der Aushub mehrfach auf mögliche Knochenreste hin gesichtet. Diese würden dann gesammelt und in würdiger Form bestattet. Bei der Erdlieferung nach Flieden geschah dies aber offenbar nicht. Das dafür verantwortliche Unternehmen sei über den Zwischenfall informiert und sensibilisiert worden, damit so etwas nicht noch einmal passiert. Die Stadt Fulda bedauerte, dass Kinder die Schädel und Knochenreste fanden. Die Gebeine wurden sichergestellt und sollen in "pietätvoller Weise" am Zentralfriedhof bestattet werden, wie Heller erklärte. Fliedens Bürgermeister Christian Henkel (CDU) war erschrocken. "So etwas darf nicht passieren", sagte er der "Fuldaer Zeitung". (dpa)

Gruseliger Fund beim Zoll!

Rubriklistenbild: © dpa

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