Mal Präsenzunterricht, mal lernen auf Distanz: In der Region gelten neue Regeln

Schulen starten Wechselmodell

Offenbach/Dietzenbach/Hanau – Heute wird es schon im Main-Kinzig-Kreis soweit sein, spätestens ab Montag folgen Stadt und Kreis Offenbach: In den weiterführenden Schulen und den Berufsschulen der Region wird es voraussichtlich bis zu den Weihnachtsferien sogenannten Wechselunterricht geben. Während dies im Main-Kinzig-Kreis samt Hanau schon ab der Klasse 7 gilt, sind in Stadt und Kreis Offenbach erst die Schüler der Sekundarstufe II ab Klasse 11 betroffen. Weiterhin ist im Unterricht eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Gemäß den Vorgaben des hessischen Kultusministeriums bedeutet das neue Modell „eine Teilung der Lerngruppen und einen täglichen Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht“. Unter Distanzunterricht ist demnach in der Regel das Lernen von zuhause (zum Beispiel über Onlinemedien oder Unterrichtsmaterial für daheim) zu verstehen. Auf diese Weise können kleinere Unterrichtsgruppen gebildet und die Abstände im Klassenraum vergrößert werden. Die Schulen können zusätzliche Angebote (zum Beispiel AGs) aussetzen und die Pausen zu unterschiedlichen Zeiten organisieren.

Die seit dem Ende der Herbstferien bestehende Maskenpflicht an den weiterführenden Schulen reicht nach Ansicht des Kreises Offenbach und des Staatlichen Schulamts in Offenbach nicht aus, um den Schulbetrieb bestmöglich zu gewährleisten. „Wir wollen den Regelbetrieb so gut und so lang wie möglich weiter aufrechterhalten und ein komplettes Schließen der Schulen verhindern“, betonte Landrat Oliver Quilling. „Die Schülerinnen und Schüler sollen ihren Anspruch auf Bildung unter Anbetracht der pandemischen Lage wahrnehmen können“, sagte die Leiterin des Staatlichen Schulamtes für Stadt und Kreis Offenbach, Susanne Meißner. „Präsenzunterricht soll als wichtigstes Mittel der Lernstoffvermittlung möglich bleiben.“

In Grundschulen des Kreises sollte möglichst nur noch im festen Klassenverband unterrichtet werden, hieß es. Eine Mund-Nasen-Bedeckung soll dann getragen werden, wenn sich Lerngruppen in einzelnen Fächern oder auch in der Nachmittagsbetreuung mischen.

In den Sekundarstufen I im Kreis Offenbach gilt die Maskenpflicht weiter. Der Unterricht soll möglichst nur im festen Klassenverband organisiert werden. In den Integrierten Gesamtschulen und Förderstufen wird nach Mitteilung des Kreises die sogenannte äußere Differenzierung (also auf die Fähigkeiten der Schüler angepasste Lerngruppen aus unterschiedlichen Klassen) durch den eingeschränkten Betrieb aufgehoben. Der Unterricht soll – bis auf wenige Ausnahmen – nur noch im festen Klassenverband stattfinden. Innerhalb der Klasse werden die Lehrkräfte stattdessen in ihrer pädagogischen Arbeit auf die individuellen Bedürfnisse der Schüler eingehen.

Von Unseren Redaktionen

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