"Shark-City" in Pfungstadt

Gegner des Hai-Aquariums scheitern vor Gericht

Pfungstadt/Darmstadt - Die Kritiker des geplanten Hai-Aquariums "Shark-City" in Pfungstadt (Landkreis Darmstadt-Dieburg) haben vor dem Verwaltungsgericht Darmstadt eine Niederlage erlitten.

Der Weg für den Verkauf von Grundstücken für ein großes Hai-Aquarium in Pfungstadt ist frei. Man habe einen dagegen gerichteten Eilantrag einer Klägerin abgelehnt, teilte das Verwaltungsgericht Darmstadt am Freitag mit. Die Pfungstädterin Anita Oerterer hatte stellvertretend für eine Bürgerinitiative versucht, den Verkauf der Grundstücke durch die Hessische Landgesellschaft HLG zu verhindern. Nach Ansicht der Gegner ist das Projekt unter dem Namen "Shark-City" Tierquälerei. (AZ 3 L 5117/DA.)

Ziel der Bürgerinitiative war laut Oerterer, den Verkauf der Grundstücke solange zu stoppen, bis über die Zulässigkeit eines Bürgerbegehrens gegen das Projekt entschieden ist. Doch das Gericht sah formale Fehler bei dem Begehren. So sei davon die Rede gewesen, den Verkauf rückgängig machen zu wollen, obwohl ein entsprechender Verkauf noch nicht stattgefunden habe, erklärte das Gericht.

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Es entstünden Pfungstadt bei einer Verhinderung des Verkaufs zudem vertraglich vereinbarte Kosten und es entgingen der Stadt Gewerbesteuereinnahmen. Die Gegner hätten im Bürgerbegehren Vorschläge machen müssen, wie diese Kosten zu decken seien. Eine Beschwerde vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof gegen den Beschluss ist möglich. Anita Oerterer zeigte sich enttäuscht: Mit der Entscheidung sei der Versuch, den ersten Schritt des Projekts zu verhindern, praktisch gescheitert. Man werde voraussichtlich nicht klagen, um ein Bürgerbegehren gegen das Aquarium zu erreichen. Die Bürgerinitiative werde das Projekt aber weiter kritisch verfolgen. Die Eröffnung von "Shark-City" ist 2019 geplant. (dpa)

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