Auf Weihnachtsmarkt

Sing- und Dichtverbot für Elchkopf

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Ein Standbetreiber hatte den Roboter-Elchkopf für den Weihnachtsmarkt gekauft.

Kassel - Einem sprechenden Elchkopf ist in Kassel auf dem Weihnachtsmarkt Redeverbot erteilt worden.

Der Roboterkopf verstoße gegen die Regelung einer einheitlichen Beschallung, sagte ein Sprecher der Tourismusgesellschaft Kassel Marketing. Der Elch, der an einer Hütte hängt, dürfe deshalb weder singen noch Gedichte aufsagen. Zuerst hatte die Tageszeitung "Hessische/Niedersächsische Allgemeine" (HNA) darüber berichtet. Ein Standbetreiber hatte den Elchkopf extra für den Kasseler Weihnachtsmarkt angeschafft. Der Elch macht Werbung - auch für die Stadt, singt Lieder und sagt Gedichte auf. Laut Kassel Marketing dürfen auf dem Weihnachtsmarkt Standbetreiber aber keine eigene Musik machen. "Diese Regelung besteht schon seit Jahren", sagte der Sprecher. Ausnahme seien die Karussells.

Um für Weihnachtsmusik ohne Klangdurcheinander zu sorgen, gebe es eine einheitliche Lautsprecheranlage mit Verstärkern. Der Besitzer des Elchkopfs, Ingo Beinhorn, kann die Entscheidung nicht nachvollziehen: "Ich hätte den Elchkopf nur so laut gemacht, dass die Nachbarn einverstanden wären", erklärte er. Beinhorn ist auch der Betreiber der riesigen Weihnachtspyramide, die sich zu einem Markenzeichen des Kasseler Weihnachtsmarktes entwickelt hat. Er habe Kassel Marketing einen Kompromissvorschlag über eine zeitlich stark beschränkte Nutzung des Elchkopfes gemacht, sagte Beinhorn. Bis zu einer geänderten Entscheidung gelte: "Der Kopf darf hängen, aber nicht sprechen." (dpa)

Bilder: Eröffnung der documenta 14 in Kassel

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