Am „Spieß-Kreisel“

Stadt Dieburg reagiert auf Radunfälle

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Um die Fahrradunfälle am „Spieß-Kreisel“ zu verhindern hat die Stadt die Fahrbahn angepasst und einen Pfosten (links im Bild, auf dem Bürgersteig) installiert, der deutlich machen soll, wo die Radfahrer auf den Bürgersteig fahren dürfen.

Dieburg - Die Stadt Dieburg hat auf die vielen Fahrradunfälle am „Spieß-Kreisel“ reagiert und die Auffahrt auf den Gehweg angepasst. Von Lars Herd

Verkehrsrechtlich sei das zwar nicht nötig gewesen, „aber das ist ja nicht die Lösung und bringt niemandem etwas“, sagt Bürgermeister Frank Haus.
Was war passiert? Beim „Spieß-Kreisel“ stürzten am Überweg zwischen Aral-Tankstelle und dem Friseursalon „haarstyle Nesrin“ mindestens vier Radfahrer. Zumindest ist das die offizielle Zahl mit gemeldeten Fällen, bei denen die Personen sich auch verletzt haben – zweimal kam sogar der Krankenwagen, einmal bei einem kleinen Mädchen und einmal bei einem älteren Mann.

In der Regel stürzen die Radfahrer schließlich, wenn sie den Kreisverkehr in Richtung Innenstadt verlassen und bereits auf Höhe des Zebrastreifens den auf den Bürgersteig fahren wollen. Jedoch ist der Gehweg auf der vier Meter Zebrastreifen-Breite nur zur Hälfte auf null Zentimeter abgesenkt. Zwei der vier Meter sind sechs Zentimeter hoch. Wer das nicht bemerkt, an der erhöhten Stelle im ungünstigen Winkel und mit zu viel oder zu wenig Schwung auf den Bürgersteig fahren will, kann am hohen Bordstein entlang fahren, das Gleichgewicht verlieren und dann im schlimmsten Fall stürzen.

Diesen Unfällen will die Stadt mit der Baumaßnahme nun entgegenwirken. „Wir haben versucht, das Verhalten der Radfahrer nachzuvollziehen und haben nun darauf reagiert“, erklärt Bürgermeister Haus. Mit neuen Markierungen habe man den Übergang von der Straße auf den Gehweg optisch umgestaltet, in der Hoffnung, dass es für die Radfahrer nun deutlich genug ist, wo sie auf den Bordstein fahren können. Außerdem wurde nun die Fahrbahn auf dem offiziellen Übergang, der wenige Meter hinter dem Zebrastreifen ist, angepasst – farblich und in der Höhe.

Bilder vom Schlossgartenfest in Dieburg

Ebenso wurde ein kleiner Pfosten (siehe Bild) installiert, der deutlich machen soll, dass die Radfahrer erst hinter dem Zebrastreifen und dem Pfosten auf den Gehweg auffahren dürfen. Haus erhofft sich durch diese Maßnahme, dass die Stürze der Radfahrer nun ein Ende haben.

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