In Korbach

Streit um Bundeswehr auf dem Hessenstag beschäftigt Landtag

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Symbolbild

Wiesbaden - Der Streit um die Bundeswehr auf dem Hessentag im nordhessischen Korbach hat am Donnerstag den Landtag gespalten - trotz eines Harmonie-Appells des Landesvaters.

„Lasst uns doch fröhlich sein beim Fest aller Hessen“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). „Sind wir nicht einmal in der Lage, aus diesen eingetretenen Furchen herauszutreten?“ Zuvor waren auch weitere traditionelle Zankäpfel rund um das Landesfest im Plenum zur Sprache gekommen, etwa die Präsentation der Landesregierung und die Kosten der jährlichen Zehn-Tages-Feier.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Linken-Fraktion, Hermann Schaus, bekräftigte seine Kritik am Bundeswehrgelände auf dem Hessentag. „Die Hessische Verfassung sagt klipp und klar: Der Krieg ist geächtet. Warum lassen wir dann aber Kinder auf Panzerhaubitzen spielen und in Kampfjets steigen?“ Es sei nicht akzeptabel, dass die Bundeswehr dort junge Menschen rekrutiere. Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hatte die Schulen aufgefordert, auf Klassenfahrten zu dem Bundeswehrgelände zu verzichten.

Hessentag feiert Finaltag mit Festumzug: Bilder

Der CDU-Abgeordnete Manfred Pentz entgegnete im Landtag, die Bundeswehr gehöre in die Mitte der Gesellschaft und damit auch auf den Hessentag. „Unsere Soldaten verteidigen den Frieden bei uns in Deutschland und im Ausland. Dafür gebührt ihnen Respekt, Anerkennung und Wertschätzung.“ Der Aufruf der GEW sei linke Stimmungsmache. Der Hessentag wird vom 25. Mai bis zum 3. Juni in der Stadt Korbach gefeiert. (dpa)

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