Reisende stranden in Kassel

"Xavier" sorgt für Bahn-Chaos

Kassel - Wegen des Sturmtiefes "Xavier" bleiben viele Reisende unterwegs hängen. Für die Gestrandeten heißt das: Übernachten im Zug. Auch heute kann es bundesweit zu Beeinträchtigungen kommen.

Insgesamt rund 1000 Reisende sind wegen des starken Sturms über Norddeutschland am Donnerstag am Kasseler Hauptbahnhof und in Kassel-Wilhelmshöhe gestrandet. Wie die Bahn am heutigen Freitag mitteilte, handelte es sich um die Insassen von insgesamt vier ICEs und einem IC, der zudem eine Reisegruppe mit vielen Fahrrädern an Bord hatte. Weil der Fernverkehr in Richtung Norden wegen des Sturmtiefes "Xavier" eingestellt worden war, war an den beiden Bahnhöfen war für die betroffenen Fahrgäste Endstation.

Für die Gestrandeten hatte die Bahn Übernachtungszüge bereitgestellt. Dort wurden sie mit Kaffee, Tee und alkoholfreien Getränken versorgt. Gegen 5 Uhr am Morgen mussten sie die Züge jedoch wieder verlassen, da sie für den normalen Verkehr benötigt wurden. Bis auf den IC hatten alle gestrandeten Züge die Stadt am Freitagmorgen wieder verlassen können. Die Verbindung nach Hamburg sowie die Strecken über Hannover und Berlin waren auch am Morgen noch unterbrochen.

Die Folgen von Sturmtief "Xavier" könnten den Bahnverkehr am Freitag bundesweit beeinträchtigen. Die Einstellung des Verkehrs in einigen Bundesländern am Donnerstag könne auch Einfluss auf den Verkehr in anderen Teilen Deutschlands haben, erklärte ein Bahn-Sprecher in der Nacht zum Freitag. "Es kann zu Beeinträchtigungen im ganzen Netz kommen. Die Auswirkungen können auch auf Regionen abstrahlen, die mit dem Unwetter gar nichts zu tun haben", sagte der Sprecher. Es sei zudem ungewiss, ob sich die Arbeiten und Beeinträchtigungen noch bis in das Wochenende hinein ziehen. 

Bahn-Reisende brauchen weiter viel Geduld:

Der Sturm legte am Donnerstag nicht nur den Fernverkehr lahm. Auch die öffentlichen Netze von Großstädten wie Berlin oder Hamburg waren beeinträchtigt. "Am stärksten betroffen ist aber der Fernverkehr", betonte der Bahn-Sprecher. Er wirke sich am stärksten auf das gesamte Netz aus. (dpa)

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