Hitzewelle in Hessen

Temperaturen bis zu 37 Grad und Gewittergefahr

Offenbach - Bis zu 37 Grad am Tag. Tropentemperaturen nachts. Zur Abkühlung schnell unter die kalte Dusche? Keine gute Idee, sagt die Landesärztekammer.

In der vorletzten Sommerferienwoche wird Hessen mit optimalem Freibadwetter verwöhnt. In den kommenden Tagen wird es richtig heiß, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach am Dienstag berichtete. Schon am Dienstag wurden bis zu 35 Grad erwartet. Kaum Abkühlung dürfte dabei der schwache Wind aus Südost bringen - ein Grund mehr, dem Freibad oder Baggersee einen Besuch abzustatten. In den nächsten Tagen steigen die Temperaturen weiter. Bis zu 36 Grad werden am Mittwoch erwartet, bis zu 37 Grad am Donnerstag. Nur über dem Bergland kann es Schauer und Gewitter mit Starkregen geben. Zu warm zum ordentlichen Durchlüften bleibt es vielerorts in den Nächten. Teilweise sinken die Temperaturen nicht einmal unter die 20-Grad-Marke - Meteorologen sprechen dann von einer "Tropischen Nacht". Über dem Bergland gibt es tagsüber vielleicht ein bisschen Quellbewölkung.

Der schwache Wind bringt kaum Abkühlung - außer in Gewitternähe. Denn am Mittwoch und Donnerstag sind einzelne Schauer und Gewitter mit Starkregen und Hagel "nicht ausgeschlossen", wie Meteorologe Simon Trippler von der Wettervorhersagezentrale am Dienstag berichtete. Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) warnt vor hohen Ozonwerten. Schon am Montagabend wurde an der Messstationen Hanau mit 182 Mikrogramm pro Kubikmeter der Informationsschwellenwert von 180 Mikrogramm überschritten. Auch in den nächsten Tagen erwartet das Amt "ähnlich hohe oder sogar höhere Ozonwerte". Bei Konzentrationen von mehr als 180 Mikrogramm wird empfohlen, Anstrengungen im Freien zu vermeiden und sportliche Aktivitäten tagsüber zu reduzieren.

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Die Landesärztekammer gibt zu bedenken, dass extrem heiße Temperaturen den Körper belasten. "Viele Menschen leiden unter der Auswirkung der Hitze, unter anderem mit Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Konzentrationsstörungen", warnt Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach, Präsident der Landesärztekammer Hessen. Insbesondere Kranke, Übergewichtige, Ältere oder Babys sollten vorsichtig sein. Die ärztliche Empfehlung lautet, sich nicht unnötig direkter Sonneneinstrahlung auszusetzen. Kopfbedeckung, Sonnencreme und viel Trinken sind ein Muss. Abkühlen sollte man sich mit kaltem Wasser auf Hände, Nacken und Gesicht. "Von eiskalten Duschen ist dagegen abzuraten, da sie zu vermehrtem Schwitzen führen", heißt es bei der Landesärztekammer. (dpa)

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