Kontakt mit Terrorgruppe IS

Terrorverdacht: Polizei nimmt Mann in Nordhessen fest

Frankfurt/Eschwege - Hat sich ein 17 Jahre alter Iraker vom IS anwerben lassen? Die Bundesanwaltschaft ermittelt nach seiner Festnahme in Eschwege. Es geht um einen "vagen Anfangsverdacht", so eine Behördensprecherin.

Ein 17 Jahre alter Iraker ist im nordhessischen Eschwege wegen Terrorverdachts festgenommen worden. Es bestehe ein "vager Anfangsverdacht" wegen einer Mitgliedschaft bei der Terrormiliz IS, sagte eine Sprecherin der Generalbundesanwaltschaft, die die Ermittlungen übernommen hat. Der Mann sitze seit seiner Festnahme am Dienstag in Untersuchungshaft, sagte die Frankfurter Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Freitag in Frankfurt.

Die Generalbundesanwaltschaft ermittelt den Angaben zufolge gegen den jungen Iraker, weil er IS-Mitglied sein könnte. Ob es aus dem Umfeld Hinweise auf den Mann gegeben hatte, wurde zunächst nicht bekannt.

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Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung (Freitag), der sich auf Sicherheitsbehörden beruft, ist der Mann des Terrors verdächtig. Die Staatsanwaltschaft ermittle "wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat". Der Mann soll dem Bericht zufolge Kontakt mit hochrangigen Entscheidungsträgern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gehabt haben. Zudem soll er sich Bau-Anleitungen für ferngesteuerte Auto-Sprengsätze besorgt haben.

Nach Angaben von Niesen stellten Beamte bei der Durchsuchung der Wohnung unter anderem ein Handy und einen Computer sicher. Laut "Bild" kam der Mann im Herbst 2015 als Flüchtling nach Deutschland. (dpa)

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Rubriklistenbild: © dpa-avis

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