Gefährliche Manöver

Unbekannter flieht mit Tempo 200 vor der Polizei

Wiesbaden - Mit einer halsbrecherischen Fahrweise ist ein Unbekannter der Autobahnpolizei Wiesbaden entkommen. Wie durch ein Wunder, sei niemand zu Schaden gekommen, so die Polizei.

Nach Mitteilung der Beamten hatte eine Streife am Samstag kurz nach Mitternacht auf der Autobahn Wiesbaden-Frankfurt (A3) ein Auto kontrollieren wollen, dessen Fahrer beim Anblick des Polizeiwagens mit quietschenden Reifen davongefahren war. Der Unbekannte missachtete die Signale der Polizei und jagte mit bis zu 200 Stundenkilometern über die Autobahn, verfolgt vom Streifenwagen, der nicht mithielt, um niemanden zu gefährden. An der Anschlussstelle Raunheim fuhr der Unbekannte auf die Bundesstraße 43 nach Kelsterbach, bevor er an einem Kreisel entgegen der Fahrtrichtung drehte und auf der B43 nach Rüsselsheim jagte. Nach einigen weiteren Richtungswechseln verloren die Beamten den Wagen aus dem Blick.

Er wurde später im nahen Flörsheim am Main entdeckt, wo der Fahrer ihn abgestellt hatte. Er soll während der Verfolgungsfahrt mehrfach die Vorfahrtsregeln missachtet und andere Verkehrsteilnehmer genötigt haben. Die Flucht sei "sehr dramatisch" gewesen, sagte ein Polizeisprecher. "Es war ein Wunder, dass niemand zu Schaden kam." Zu einer anderen Tageszeit hätte die Fahrweise des Unbekannten zu schlimmen Unfällen führen können. Auf die Frage nach weiteren Erkenntnissen sagte der Sprecher nur, die Ermittlungen liefen. Gesucht wurden Zeugen und Geschädigte. (dpa)

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Schwerer Unfall auf der A3 am Parkplatz Hainbach: Bilder

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

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