Flughafen und Hauptbahnhof dicht

Unwetter in der Region: Chaos rund um die A3 bei Seligenstadt

Frankfurt - Ein starkes Unwetter legt die Region lahm. Der Frankfurter Flughafen und der Hauptbahnhof sind betroffen, wegen umgestürzter Bäume ist auch die A3 bei Seligenstadt dicht.

Am Flughafen blieben die Flugzeuge in der Luft, bis das Gewitter vorbeizog. Dies sei das normale Vorgehen bei solchen Wetterlagen. Auch die Bodenabfertigung wurde wegen Blitzschlaggefahr auf dem Vorfeld vorübergehend eingestellt. Die Lufthansa reservierte schon einmal 3000 Hotelzimmer, falls Passagiere stranden sollten. Die Fluggesellschaft stellte sich eigenen Angaben zufolge darauf ein, dass rund 6000 Passagiere und rund 40 Flüge von den Auswirkungen der Gewitterfront betroffen sein könnten. Mittlerweile läuft der Flugbetrieb nach der unwetterbedingten Unterbrechung wieder an. Das sagte ein Sprecher des Betreibers Fraports am Donnerstag.

Baum auf A3 gestürzt

Die A3 von Frankfurt nach Würzburg wird von umgestürzten Bäumen bei Seligenstadt blockiert. Die Autobahn wurde in Fahrtrichtung Würzburg komplett gesperrt, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Der Verkehr staute sich auf einer Länge von mehr als 20 Kilometern. Einige Fahrzeuge seien durch die Bäume beschädigt worden und müssten abgeschleppt werden, sagte eine Sprecherin. Angaben über Verletzte lagen zunächst nicht vor. Und auch auf den Strecken rund um die A3 bei Seligenstadt ging teilweise nichts mehr.

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Einsatz für die Feuerwehr auch in Sprendlingen: Hier hatte der Sturm einen Gebäudeteil der Georg-Büchner-Schule abgedeckt.

Frankfurter Hauptbahnhof gesperrt

Auch der Hauptbahnhof war betroffen. Die Deutsche Bahn hatte den Zugverkehr eingestellt. Grund dafür war, dass die Strecken in der Umgebung möglicherweise durch umgestürzte Bäume blockiert waren, sagte eine Sprecherin der Bahn am Donnerstag. Sowohl Bahn- als auch Regionalverkehr waren betroffen. Gegen 16.30 Uhr wurde der Betrieb wieder aufgenommen. 

Nach Angaben der Frankfurter Feuerwehr stürzten wegen Sturmböen im Stadtwald Bäume um. Die Stadt warnte, dass die Gefahr von Astbrüchen in Parks und Grünanlagen wegen der Windböen erhöht sei. Der Deutsche Wetterdienst hatte vor Starkregen, Wind und Hagel gewarnt.

"Aber nichts Dramatisches"

In Frankfurt wurde ein Dach teilweise abgedeckt, in Langen gar eine Gartenhütte auf ein Auto geweht. Der Süden Hessens blieb weitgehend verschont. Es gab knapp über 30 Sturmschäden, vor allem abgeknickte Bäume und Äste. "Aber nichts Dramatisches", sagte ein Polizeisprecher in Darmstadt. In vielen weiteren Regionen Hessens stürzten Bäume um und brachen Äste ab. Wie das Polizeipräsidium Westhessen berichtete, waren deshalb auch einige Straßen kurzzeitig gesperrt, konnten aber schnell wieder frei geräumt werden.

Drei Menschen in Mittelhessen verletzt

In Mittelhessen berichtete die Polizei von mehreren Verletzten. Eine 20 Meter lange Jalousie löste sich an einem Café in Bad Vilbel und verletzte drei Menschen, einen davon schwer, wie ein Polizeisprecher in Gießen berichtete. Insgesamt zählte die mittelhessische Polizei wegen des Unwetters 40 Einsätze binnen einer Stunde. (dpa/tvd)

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