Hunde sichergestellt

Verkäufer handelt mit illegal eingeführten Welpen

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In Bad Soden entdeckte die Kriminalpolizei illegal eingeführte Hunde. Die Malteser auf dem Foto retteten die Beamten in einem früheren Einsatz.

Bad Soden - Neun Hundewelpen findet die Kriminalpolizei während eines Ermittlungsverfahrens. Die vernachlässigten Hunde sind nun in einem Tierheim untergebracht, die Verdächtigen wieder entlassen.

Die Kriminalpolizei im Main-Taunus-Kreis stellte zusammen mit der Leiterin des Veterinäramts und einer Tiergesundheitsaufseherin am Donnerstag (26. Oktober) neun Welpen sicher. Die Tiere wurden während umfangreichen Ermittlungen wegen Betrugs und Verstößen gegen das Tierschutzgesetz gefunden. Die Polizisten durchsuchten die Wohnung eines 37-Jährigen. Sie fanden im Gartenbereich der Wohnung sieben Chihuahua- und zwei Malteserwelpen, die sich in einem schlechten Gesundheitszustand befanden. Aufgrund der seit längerem andauernden Ermittlungen besteht gegen den Beschuldigten und einen 47-jährigen Mittäter der Verdacht, die Hunde illegal eingeführt zu haben, um sie hier weiterzuverkaufen. Bei der Durchsuchung der Wohnung wurden neben den Hunden auch neun slowakische Tierpässe sichergestellt. Beide Beschuldigte machten zu den Vorwürfen keine Angaben und wurden nach dem Einsatz direkt entlassen.

Die Hundewelpen sind mittlerweile alle wieder wohlauf und im Tierheim untergebracht. Der Main-Taunus-Kreis warnt vor dem Handel mit illegal eingeführten Welpen. Wie Kreisbeigeordnete Madlen Overdick mitteilt, seien die jungen Hunde oft nicht gegen Tollwut geimpft oder auch schwer krank. „Auf eine korrekte und legale Einfuhr zu achten, schont nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern ist auch ein Beitrag zum Tierschutz“, sagt die Veterinärdezernentin. Hunde sollten nur bei seriösen Händlern gekauft werden.

Hunde aus dem Tierheim nach Hause bringen

Wie das Veterinäramt erläutert, werden die meist viel zu jungen Tiere ohne gültige Tollwutschutzimpfung eingeführt, oftmals aus Osteuropa. Besonders häufig wird mit Maltesern und Chihuahuas gehandelt. Da die Tiere häufig unter schlechten Bedingungen gehalten werden, erkranken die Vierbeiner oft schwer und müssen tierärztlich behandelt werden. Zudem müssen sie ohne Tollwutimpfung in Quarantäne – so verbringen sie einen Großteil ihres jungen Lebens ohne Kontakte zu Artgenossen, was sich nachteilig auf das Verhalten auswirkt.

Jeder seriöse Züchter zeigt, laut Overdick, gerne die Haltung und Unterbringung seiner Tiere. Das gilt auch für Tierheime. Seriöse Züchter spezialisieren sich meist nur auf eine Rasse. Die Tiere sollen zutraulich und nachweislich tierärztlich untersucht, gekennzeichnet und geimpft sein. „Fehlen ausreichende Informationen über Alter und Herkunft, ist Vorsicht geboten“, fasst die Dezernentin zusammen. (yfi)

Leserbilder zum Welthundetag 2017 (Teil 1)

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