„Tobis Städtetrip“ widmet sich ungewöhnlichen Seiten Groß-Umstadts

Fernsehteam schwärmt von den Weinbergen

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Das Fernsehteam beim Dreh in Groß-Umstadt: Im Auto von Ulrike Berz bespricht Moderator Tobias Kämmerer (auf dem Beifahrersitz) mit Regisseur Friso Richter das weitere Vorgehen.

Groß-Umstadt - „Man hat das Gefühl, wir sind in Italien“, schwärmt Redakteur Friso Richter beim Blick auf die Groß-Umstädter Weinberge und deren liebliche Umgebung. Die Harmonie der Farben und das warme Licht erzeugen eine fast mediterrane Stimmung. Von Michael Just

Diese Momentaufnahme fing in den vergangenen Tagen ein Kamerateam des Hessenfernsehen für die Sendung „Tobis Städtetrip“ ein. 2018 ist die Weininsel unter den insgesamt zehn Zielen des hessischen Rundfunk dabei. Die will man möglichst ungewohnt präsentieren: „Es geht nicht um das Inszenieren von kleinen und großen Perlen. Wir möchten neben Schauen auch Schmecken, Erleben und Genießen“, erklärt Moderator Tobias Kämmerer das Format. In den 45 Minuten schlüpft er mit Haut und Haaren in die Rolle des wissbegierigen Entdeckers. Außer den schönsten Ecken rückt er Bewohner mit außergewöhnlichen Geschichten in den Fokus.

Die von ihm abverlangte Spontanität setzt der TV- und Radiomann recht ungewöhnlich um: „Ich bin null vorbereitet auf das, was mich in den einzelnen Städten erwartet“, erläutert Kämmerer. Zu viel Vorwissen habe für ihn den Nachteil, dass man bei Interviews zunächst seine Kenntnisse abklopfe. „Andersherum ist die Neugier doch viel viel größer“, meint der Wahl-Babenhäuser, der seit ein paar Jahren im Stadtteil Hergershausen wohnt. Während Kämmerer mit liebevoller Ahnungslosigkeit an die Sache herangeht, hat sein Redakteur sieben Tage in der Weininsel recherchiert. Dabei griff Frisco Richter vor allem jene Hinweise auf, die ihm die Umstädter – nach Aufforderung im TV und in den sozialen Netzwerken – als Geheimtipp über die Stadt und deren besondere Charaktere zukommen ließen.

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Ausgewählt für eine Nahaufnahme wurden unter anderem die Lanzfreunde Heubach mit ihren alten Traktoren, Ulrike Berz, Besitzerin eines knallgelben Oldtimer-Cabrios oder Sabine Klaus, die in ihrem Lädchen „Little Room“, schottische Whiskys und britische Wohnaccessoires verkauft. Ebenfalls mit dabei: die dreifachen hessischen Grill- und deutschen Vize-Meister Sandra und Oliver Schröbel. In den Weinbergen empfingen sie die Fernsehmacher zum „Frühstücksgrillen“ mit French Toast, Speck und Eier. Viel Platz brauchte es nicht: Zu Moderator und Redakteur gesellten sich ein Mann zum Drehen, eine Tonfrau und ein Assistent. Die Ausstattung war derart klein, dass alles in eine normale Umhängetasche gepasst hätte.

Derweil befanden sich die dreifachen hessischen Grill- und deutschen Vize-Meister Sandra und Oliver Schröbel bei den letzten Vorbereitungen.

Das widersprach komplett den Bildern großer Film-Sets. Die Augen reiben musste man sich beim „Frosch-Auge“ von Kameramann Lukas Lowack. „Fast könnte man meinen, da filmt einer mit seiner elektrischen Zahnbürste“, scherzte Kämmerer. Die neue Handkamera ist extrem beweglich und eröffnet unzählige Perspektiven.. „Je mehr Aufbau, je unsicherer macht das oft die Befragten“, weiß Kämmerer. So muss man bei den Städtetrips dreimal schauen, um zu merken, dass das Fernsehen anwesend ist. Dementsprechend locker ist die Atmosphäre.

Am Ende der zwei Drehtage, zu denen auch ein Besuch im Wambolt’schen Schloss oder der „Pumptrack“-Strecke am Schwimmbad gehörte, waren nicht nur die Groß-Umstädter von der unkomplizierten HR-Crew begeistert. Auch die Fernsehmacher selbst schwelgten in Erlebnissen. „Der Traktoren-Konvoi in Heubach war einmalig“, bilanziert Kämmerer. Das kann Tonfrau Simone Jung unterschreiben. Sie will demnächst privat nach Heubach kommen und Veranstaltungen, wie das Sonnenwendfeuer, genießen.

Ausgestrahlt wird „Tobis Städtetrip – Groß-Umstadt hautnah“ am Dienstag, 21. August, 20.15 Uhr, im HR-Fernsehen.

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