500 Anwohner evakuiert

Weltkriegsbombe in Gießen entschärft

Gießen - Rund 500 Anwohner müssen wegen einer kurzfristig angesetzten Bombenentschärfung in Gießen ihre Häuser verlassen.

Die amerikanische 50-Kilogramm-Bombe sei am Mittwoch um kurz vor 16 Uhr bei Bauarbeiten am Haupteingang zur Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge gefunden worden, teilten Polizei und Stadt mit. Experten des Kampfmittelräumdienstes hätten erklärt, sie müsse noch an diesem Mittwoch entschärft werden. Anwohner in einem Radius von 500 Metern um die Fundstelle müssten ihre Wohnungen verlassen. Zudem müssten Straßen gesperrt werden. Das Regierungspräsidium Gießen erklärte, insgesamt hätten 139 Flüchtlinge der Erstaufnahmeeinrichtung in andere Gebäude der Einrichtung gebracht werden müssen. Auch mehrere Verwaltungsgebäude des Präsidiums in unmittelbarer Nähe des Fundorts hätten geräumt werden müssen. Die Bombe sei in einem ehemaligen US-Depot gefunden worden.

Entschärfung von Weltkriegsbombe in Frankfurt: Bilder

Das Polizeipräsidium Mittelhessen erklärte, es informiere fortlaufend über seinen Twitterkanal. Polizei und Feuerwehr würden zudem von Haus zu Haus unterwegs sein und Lautsprecherdurchsagen machen. Die Stadt Gießen veröffentlichte auf ihrer Homepage eine Liste von Häusern in vier Straßen, die geräumt werden müssten. Ein Notquartier sollte in der Turnhalle einer Schule eingerichtet werden. Gegen 21.45 Uhr - rund eine Dreiviertelstunde später als vorgesehen - begannen die Einsatzkräfte mit der Räumung. "Es geht los! Straßenabsperrungen stehen", twitterte die Polizei. Gegen 23.15 Uhr war die Räumung beendet. (dpa)

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

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