Polizei ermittelt und warnt

13-Jährige mit Unterwäschefotos erpresst

Wetteraukreis - Dass auch das Handeln im Internet Folgen haben, musste jetzt wieder eine 13-Jährige aus dem Wetteraukreis erfahren.

Zuhause in den eigenen vier Wänden fühlt man sich sicher, ist ja schließlich eine vertraute Umgebung. Beim Chatten im Internet kann es deshalb schonmal sein, dass man Dinge tut, über die man in der „Realität“ vielleicht zweimal nachdenken würde. So jetzt im Wetteraukreis passiert: Wie die Polizei nämlich berichtet, chattet eine 13-Jährige zunächst eine Weile mit einem Unbekannten. Nach einiger Zeit dann fordert dieser sie auf, ihr ein Bild in Unterwäsche zu schicken. Und tatsächlich, die Jugendliche schickt ihrem Chatpartner ein Foto. Kurz darauf entwickelt sich der Flirt allerdings zu einem Kriminalfall.

Der zunächst charmante Kerl wird laut Polizei plötzlich gierig und verlangt weitere Unterwäschebilder von dem Mädchen. Gleichzeitig droht er ihr: Sollte sie seiner Forderung nämlich nicht nachkommen, würde er das erste Bild von ihr im Internet veröffentlichen. Die 13-Jährige gerät aber glücklicherweise nicht in Panik und vertraut sich stattdessen ihren Eltern an. Gemeinsam geht die Familie schließlich zur Polizei. Die Beamten ermitteln jetzt wegen Erpressung.

Gleichzeitig warnen sie insbesondere junge Menschen davor, sich aus Schuldgefühlen oder Scham keine Hilfe zu holen und den Rechtsweg einzuschalten. Naivität und fehlendes Misstrauen sind keine Straftaten - eine Erpressung allerdings schon, so die Polizei. Eltern werden deshalb aufgerufen, mit ihren Kindern diesbezüglich in Kontakt zu treten und das Gespräch zu suchen. (jo)

SOS vom Smartphone: Das Mobiltelefon als Nothelfer

Nach dem Alarm sollen bei "Mein Notruf" Mitarbeiter in der Rettungszentrale anhand des lokalisierten Standorts und persönlicher Daten passende Hilfe organisieren können. Foto: Mein-Notruf GmbH

Mit einem Klick auf den roten Alarm-Button setzt man bei der App "Mein Notruf" einen Notruf ab, ohne dass man sprechen muss. Foto: Mein-Notruf GmbH

Einige Notfall-Apps wie etwa der Schweizer Anbieter "Uepaa!" leiten Notrufe an eine eigene Rettungszentrale weiter. Foto: Uepaa AG

Die App "Protegon SOS" löst bei Alarm die Kamera des Smartphones aus und schickt das Foto an die interne Rettungszentrale. Foto: Protegon SOS

Mit der "Uepaa!"-App kann man seinen Weg nachverfolgen. Nutzer können eigenständig Wegmarken setzen - und anhand der Punkte ihre Orientierung zurückgewinnen. Foto: Uepaa AG

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