Trotz Corona

Mann hustet Polizist absichtlich ins Gesicht

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Corona in Wiesbaden: Die Personenkontrolle endete für die Polizeibeamten unappetitlich. (Symbolbild)

In Wiesbaden hat ein Mann einer Polizeistreife den Stinkefinger gezeigt. Als die Beamten den 33-Jährigen zur Rede stellten, hustete er einem von ihnen absichtlich ins Gesicht. 

  • Ein Mann aus Wiesbaden hat einem Polizisten absichtlich ins Gesicht gehustet
  • Vorher hatte er einer Streife den Stinkefinger gezeigt
  • „Ekelhaft und widerwärtig“, findet die Polizei den Vorgang angesichts des Coronavirus

Wiesbaden - Das neuartige Coronavirus hält die Welt in Atem. In Deutschland gelten seit einigen Tagen massive Ausgangsbeschränkungen. Dazu sind alle Bundesbürger angehalten, ihre sozialen Kontakte so gut es geht herunterzufahren und auf Hygieneregeln zu achten: Abstand halten, Hände waschen, in die Armbeuge husten und niesen. Doch dass noch längst nicht alle Menschen den Ernst der Lage begriffen haben, musste die Polizei in Wiesbaden nun bei einem äußerst unappetitlichen Vorfall feststellen. 

Wiesbaden: Mann hustet Polizist trotz Corona ins Gesicht

Bei einer normalen Kontrolle der Personalien am vergangenen Freitag (20.03.2020) bewies ein 33 Jahre alter Mann, dass ihm das Thema Corona offenbar gänzlich egal ist: Er hustete und nieste einem Polizeibeamten absichtlich ins Gesicht - anscheinend schlichtweg, um zu provozieren. „Wenn dieses Verhalten schon in ,normalen‘ Zeiten als ekelhaft und widerwärtig zu bezeichnen ist, bekommt es in der aktuellen Situation nochmals eine ganz andere Note“, teilt das Polizeipräsidium Westhessen mit.

Der Mann war gegen 15.20 Uhr auf dem Gehweg in der Platter Straße unterwegs, als ein Streifenwagen vorbeifuhr. Daraufhin zeigte der Wiesbadener den Beamten den Mittelfinger. „Dies geschah aus dem Nichts, ohne dass es zuvor zu einem Kontakt gekommen war“, teilte die Polizei mit. Die betroffenen Beamten entschlossen sich daraufhin, die Personalien des Mannes aufzunehmen.

Corona in Wiesbaden: Mann täuscht vor Polizei Hustenanfall vor

Als die Polizisten ihn ansprachen, habe der in Wiesbaden bereits polizeibekannte 33-Jährige „sofort aggressiv und ablehnend reagiert“, teilten die Beamten mit. Nachdem sie ihn wieder aus der Kontrolle entlassen hatten, täuschte er plötzlich einen „augenscheinlich völlig übertriebenen“ Niesanfall vor. Dabei hustete er und nieste einem der Beamten mit voller Absicht ins Gesicht – trotz der aktuellen Coronakrise. „Augenscheinlich wollte er damit völlig grundlos sein grundsätzliches Missfallen gegenüber den Beamten ausdrücken“, urteilte die Polizei. Ein entsprechendes Ermittlungsverfahren sei bereits eingeleitet worden.

msc

An Fastnacht musste die Polizei in Wiesbaden gleich mehrere Male bei Randalen mit Körperverletzung eingreifen. Wenige Tage später eskalierte ein Streit in einem Rewe in Wiesbaden.

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