Arbeitgeberverbände klagen über unbesetzte Stellen

Ausbildung in Hessen ist gefragt

Dillenburg/Darmstadt - Während die Industrie- und Handelskammern (IHK) über mehr Lehrstellen in Hessen berichten, klagen die Arbeitgeberverbände über unbesetzte Stellen. Von Marc Kuhn 

Von einer steigenden Zahl der Ausbildungsverträge sprach der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft hessischer IHK (ARGE), Eberhard Flammer, gestern in Dillenburg. Die Kammern, zu denen die IHK in Offenbach und in Hanau gehören, hätten bis Ende Juli hessenweit 17.985 Verträge und somit 377 mehr als im Vergleichsmonat 2016 registriert. Das sei eine Steigerung um 2,1 Prozent.

Diese Zuwächse seien vor allem in technischen Berufen zu finden. 449 junge Menschen, die bei IHK-Firmen eine Lehre starten, stammen aus den Hauptherkunftsländern der Flüchtlinge. 2016 hatten 278 Jugendliche mit Pässen aus diesen Ländern eine Ausbildung begonnen.

Laut der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) sind teils noch viele Ausbildungsstellen unbesetzt. Ende Juli seien es in Darmstadt und Südhessen mehr als 1500 gewesen, berichtete Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der VhU, Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen, zu der beispielsweise Darmstadt-Dieburg zählt.

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Hoch sei die Zahl im produzierenden Gewerbe, der metallverarbeitenden Industrie und im Handwerk. „Unsere Ausbildungsplatz-App i-zubi und die Social-Media-Kanäle des Campus der Unternehmen informieren über aktuelle Ausbildungsstellen und sind interaktive Orientierungshilfen.“

 

Rubriklistenbild: © dpa

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