Zuversicht in Hessen

Arbeitslosenzahl in Offenbach und im Land gesunken

Offenbach/Hanau - Weniger Erwerbslose in Offenbach, Stagnation in Hanau. Hessen trotzt aber den Krisen. Von Marc Kuhn

Der Arbeitsmarkt in Hessen stemmt sich gegen Krisen. Trotz erster gedämpfter Erwartungen einiger Wirtschaftsinstitute für die nächsten Monate erwartet der Leiter der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank Martin, eine stabile Lage bei der Erwerbslosigkeit im Land. „Der Arbeitsmarkt hat sich bisher resistent gegenüber europäischen Krisen wie dem Brexit oder dem derzeit diskutierten Handelskonflikt mit den USA gezeigt“, sagte Martin. „Auch wenn die Stimmung laut der neuesten Indizes eingetrübt ist, gehen wir nicht davon aus, dass sich dies kurzfristig auf dem hessischen Arbeitsmarkt bemerkbar macht.“ Martin hält es für realistisch, dass die Prognosen des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung der BA für Hessen zu erreichen sind. Die Forscher gehen von einem Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus. Die Arbeitslosigkeit würde im Jahresdurchschnitt um etwa acht Prozent sinken.

Derweil setzt sich der Boom am hessischen Arbeitsmarkt fort. Im Juni sank die Zahl im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Prozent auf 151.955, wie die Regionaldirektion gestern in Frankfurt mitteilte. Dies sei der niedrigste Stand in einem Juni seit 1992. Die Arbeitslosenquote blieb mit 4,5 Prozent unverändert.

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„Zu Beginn der Ferienzeit zeigt sich der Arbeitsmarkt im Offenbacher Agenturbezirk von seiner besten Seite“, erklärte Thomas Iser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Offenbacher Arbeitsagentur. „Mit einer Arbeitslosenquote von 5,5 Prozent ist ein erfreulicher Tiefstand erreicht. Leider sorgten das Ausbildungs- und teilweise auch das Schulende dafür, dass die Arbeitslosigkeit bei den unter 25-Jährigen im vergangenen Monat zugenommen hat. Diese Zahlen werden sich aber nach den Sommerferien wieder nivellieren.“ Im Juni nahm die Arbeitslosigkeit in Stadt und Landkreis ab. 14. 405 Männer und Frauen waren erwerbslos gemeldet, 195 weniger als im Mai, wie die Agentur erklärte. Daraus ergab sich eine Arbeitslosenquote von 5,5 Prozent gegenüber 5,6 Prozent im Mai. 6 508 Menschen waren im Juni in der Stadt Offenbach arbeitslos, 2,4 Prozent weniger als im Mai. Die Quote fiel auf 9 Prozent gegenüber 9,2 Prozent im Vormonat. 7 897 Männer und Frauen waren im Landkreis erwerbslos, das waren 0,5 Prozent weniger als im Mai. Die Arbeitslosenquote blieb bei 4,2 Prozent.

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Im Landkreis Darmstadt-Dieburg waren im Juni 7 202 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat sank die Zahl der betroffenen Menschen um 18, teilte die Agentur für Arbeit Darmstadt mit. Die Quote lag bei 4,4 Prozent.

„Auch wenn die Zahlen gegenüber dem Vormonat fast unverändert geblieben sind, haben die Arbeitslosigkeit und die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk den niedrigsten Juni-Wert erreicht, den wir je hatten“, berichtete die Vorsitzende der Geschäftsführung der Hanauer Arbeitsagentur, Heike Hengster. Im Bezirk waren 9 323 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, drei Menschen weniger als im Mai. Die Quote blieb mit 4,1 Prozent stabil auf dem Wert des Vormonats. In der Stadt Hanau waren 3 755 Menschen erwerbslos, 47 mehr als im letzten Monat. Die Arbeitslosenquote stieg auf 7,5 Prozent gegenüber 7,4 Prozent im Mai.

In Deutschland ist die Arbeitslosenzahl im Juni auf 2,276 Millionen gesunken. Im Vergleich zum Vormonat waren 40.000 Männer und Frauen weniger ohne Job, wie die BA in Nürnberg mitteilte. Die Quote sank um 0,1 auf 5,0 Prozent.

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