Zwei Varianten stehen noch zur Auswahl

Neue Bahnstrecke Gelnhausen-Fulda soll Engpass beseitigen

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Die Grafik zeigt den bisherigen Suchraum nordöstlich von Gelnhausen. Zwei Streckenvarianten sind noch übrig.

Frankfurt - Der Verlauf der geplanten Bahn-Neubaustrecke zwischen Gelnhausen und Fulda wird immer konkreter. Die Untersuchung konzentriert sich auf zwei Trassen-Varianten. Am 8. Juni soll die Entscheidung bekannt gegeben werden.

Das teilte die Deutsche Bahn am Freitag in Frankfurt mit. Zuvor war am Donnerstag bei einem Dialogforum in Gelnhausen die Zahl der Verlaufsmöglichkeiten von sieben auf zwei reduziert worden. Die Varianten IV und VII werden vertieft betrachtet, so die Bahn. Im Dialogforum Hanau-Würzburg/Fulda treffen sich seit Sommer 2014 die Vertreter verschiedener Interessengruppen, um die Planungen der Bahn kritisch zu begleiten. Ziel sei, die Trassenführung mit den geringsten Auswirkungen auf Mensch, Natur und Umwelt zu finden. Das Bauprojekt ist laut Bahn nötig, um den Engpass auf der viel befahrenen Strecke zwischen Hanau und Fulda zu entschärfen.

Die Varianten durch den Spessart und ein Anschluss an die Strecke Würzburg-Fulda werden aus Naturschutzgründen nicht weiter verfolgt. Zur Auswahl steht zum einen die Variante IV: Die Strecke führt von Gelnhausen nach Norden und zweigt hinter Wirtheim nach Osten ab. Südlich von Wächtersbach quert sie die Kinzig, um von Aufenau aus nach Nordosten zu schwenken. Ab Salmünster folgt die Variante dem Kinzigtal und überquert bei Steinau an der Straße den Stausee. Bei Schlüchtern ist eine Verknüpfung mit der Bestandsstrecke möglich. Die 44 Kilometer lange Variante (28 im Tunnel) führt schließlich in einem langen Tunnel nach Nordosten und schließt bei Mittelkalbach an die Schnellfahrstrecke an.

Die Variante VII (48 Kilometer lang, 28 davon durch Tunnel) führt von Gelnhausen nach Norden westlich von Wächtersbach, Eckardroth-Wahlert und Umbach am Rand des Vogelsbergs entlang. Ab Ürzell biegt sie nach Osten ab und führt an Wallroth vorbei. In Flieden geht es durch den vorhandenen Bahnhof und zwischen Opperz und Niederkalbach zur Schnellfahrstrecke in Richtung Fulda. (dpa)

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