Selbsthilfewerkstatt

Auto selbst reparieren: Diese sechs Dinge erledigen Sie in Eigenregie

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Auto selbst reparieren - geht das überhaupt noch? Diese sechs Dinge erledigen Sie eigenständig.

Sie sind ein begeisterter Bastler oder wollen Geld sparen – doch was können Sie am Auto selbst reparieren? Diese sechs Dinge gehen in Eigenregie. Mehr erfahren!

An modernen Autos lässt sich immer weniger selbst schrauben. Schuld daran ist die Technik, die durch die viele Elektronik immer komplexer und vernetzter wird. Sie nimmt dem Fahrer zwar mehr „Arbeit“ ab, doch damit kommt auch der Spaß zu kurz, am eigenen Auto selbst zu basteln. Für Ihre private Hobbywerkstatt bleiben nur noch wenige mechanische Teile übrig, die Sie in Eigenregie reparieren oder austauschen können.

Kleinreparaturen am Auto: Was Sie dafür brauchen

Die moderne Elektronik macht es unter Umständen unmöglich, den Defekt ohne ein Diagnosegerät überhaupt zu identifizieren. Rühren Sie daher alle elektronischen Geräte besser nicht an. Dasselbe gilt auch für sicherheitsrelevante Bauteile wie die Bremsen oder die Steuerkette – lassen Sie diese nur von Profis wechseln!

Für ein paar wenige Austauscharbeiten, die sich eigenständig erledigen lassen, brauchen Sie folgendes Werkzeug:

  • Wagenheber
  • Radmutternschlüssel
  • Schraubendreher
  • Kombizange
  • Draht
  • Isolierband
  • Ersatzglühlampen
  • Öl
  • Taschenlampe

Rüsten Sie einfach Ihr Bordwerkzeug-Kasten nach, um Kleinreparaturen auch unterwegs zu erledigen. Tipp: In Ihrem Fahrzeug-Handbuch finden Sie viele hilfreiche Infos dazu, was und wie Sie in Ihrem Auto selbst reparieren können. Zudem steht Ihnen in jeder Selbsthilfe-Werkstatt meist ein erfahrener Kfz-Meister mit Rat und Tat zur Seite.

Auto selbst reparieren: An diese Bauteile dürfen Sie ran

1. Reifen wechseln

Ein Reifenwechsel ist eine der gängigen Reparaturen, die Sie selbst vornehmen können. Da Sie diese Aktion alle paar Monate wiederholen, werden Sie routinierter – und sind auch für den Fall einer Reifenpanne gerüstet.

Was Sie für einen Radwechsel brauchen, ist:

  • ein Wagenheber,
  • ein Radmutterschlüssel – am besten ein stabiles Radkreuz und
  • ein Drehmomentschlüssel.

Nicht vergessen: Ziehen Sie nach 50 bis 100 Kilometern die Schrauben noch einmal nach – am besten mit einem Drehmomentschlüssel. So vermeiden Sie die Gefahr, dass sie zu fest sitzen und beim nächsten Mal womöglich nicht mehr zu lösen sind.

2. Scheibenwischer wechseln

Scheibenwischen gehören zu den letzten Verschleißteilen des Autos! Lassen Sie sie deshalb bei der nächsten Inspektion nicht einfach „gleich mit auswechseln“. Zudem erledigen Sie den Tausch mit genau vier Griffen selbst:

  • Hebel öffnen,
  • altes Wischerblatt herausziehen,
  • neues einsetzen und
  • Hebel wieder schließen.

Das Einzige, worauf Sie dabei achten sollten, ist, dass der neue Wischer fest in der Verankerung sitzt und eben auf der Scheibe aufliegt.

3. Luftfilter wechseln

Wie oft Sie den Luftfilter wechseln müssen, hängt vom Auto- und Filtermodell sowie von der Luftverschmutzung ab. Eines steht fest: Auch diesen Austausch machen Sie mit wenigen Handgriffen selbst. Suchen Sie dafür im Motorraum einen schwarzen Kunststoffkasten mit einem dicken Schlauch. Auch das Handbuch gibt Ihnen einen Hinweis, wo Sie das Teil finden. Der Rest ist einfach:

  • Nehmen Sie den alten Filter heraus,
  • legen Sie den neuen ein,
  • verschließen Sie den Filterkasten mit den Klammern oder Schrauben und
  • befestigen Sie gegebenenfalls wieder den Schlauch mit der Schelle.

Tipp: Ein Marken-Luftfilter funktioniert meist besser als ein No-Name-Produkt.

4. Glühlampen wechseln

Ein Glühlampenwechsel ist nicht so einfach, wie vermutet: In manchen älteren Modellen sind diese leider etwas schwer erreichbar. Bei neuen Fahrzeugen kommt dem Fahrer der Paragraf 30 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) zugute. Laut diesem sollen besonders leicht abnutzbare Fahrzeugteile einfach zu überprüfen und leicht auswechselbar sein.

Hier reicht es in vielen Fällen, die defekte Glühlampe aus der Fassung zu nehmen und durch die neue zu ersetzen. Bei einigen Modellen müssen Sie den Scheinwerfer ausbauen, was allerdings den Vorteil hat, dass Sie alles gut sehen und nichts zu ertasten brauchen. Tipp: Verwenden Sie für den Wechsel Handschuhe oder ein Tuch, damit Sie die Lampe nicht verunreinigen.

5. Öl wechseln

Der Ölwechsel gehört zu den komplizierteren Reparaturen, die Sie am Auto selbst durchführen können. Hierfür benötigen Sie einige Hilfsmittel und das richtige Equipment – zum Beispiel eine Werkstatt-Grube oder eine stabile Hebebühne. Mit einem Wagenheber und den Unterstellböcken erreichen Sie leider nicht die nötige Höhe. Wenn Sie den Ölwechsel dennoch selbst erledigen möchten, sind Auffahrrampen eine günstige Alternative. Doch auch hier müssen Sie mit dem erhöhten Körpereinsatz rechnen, da Sie dabei liegend arbeiten werden.

Beim Ölwechsel sind auch exakte Schritte Pflicht – informieren Sie sich deshalb sehr genau und schätzen Sie es gut ab, ob sich der Aufwand für Sie lohnt.

6. Zündkerzen wechseln

Sind Sie ein routinierter Autoschrauber und haben dazu noch ein älteres Auto, wechseln Sie die Zündkerzen recht unkompliziert selbst. Die Zündkabel sind bei modernen Autos meist unter der Kunststoffabdeckung des Motors versteckt. Um die Kerzen herauszuziehen, benötigen Sie zusätzlich noch einen Magnet.

Vorsicht: Ziehen Sie die neuen Kerzen nicht zu fest an – sonst reißt das Gewinde ab. Beachten Sie auch die richtige Reihenfolge, wenn Sie die Zündkabel aufsetzen: Sie ist exakt wie die Reihenfolge beim Abziehen – der Motor funktioniert sonst nicht mehr einwandfrei.

Wem diese Arbeiten noch nicht genug sind, kann sich auch am Radio-Ein- und Ausbau versuchen – allerdings nicht beim serienmäßigen Autoradio oder komplexen Infotainmentsystemen ab Werk. Bei nachgerüsteten Anlagen lässt sich ein Tausch recht einfach bewerkstelligen.

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