Kultmarke feiert Geburtstag

Carrera: Seit 50 Jahren in der Erfolgsspur

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Leidenschaft für PS-starke Traumwagen und Renn-Boliden: Die Carrera-Bahn ist seit 50 Jahren auf der Erfolgsspur. 

Bei dem Wort „Carrera“ (span. Rennen) fangen vor allem Männeraugen an zu funkeln. Jetzt feiert die Carrera-Autorennbahn ihr 50. Jubiläum. Es ist eine Geschichte voller Leidenschaft.

Jedes Jahr werden in Deutschland 350.000 Jungen geboren und genauso viele Carrera-Sets verkauft. Zufall? Die Rennautobahn in Modell-Format hat Fans. Aber auch immer mehr Töchter packt das Rennfieber.

Die Idee einer spurgeführte Plastikbahn stammt ursprünglich von Scalextric in England, doch 1963 trat Carrera damit seinen Siegeszug durch die Kinder- und Wohnzimmer an.

Die erste Rennbahn im heute gängigsten Maßstab 1:32 hörte auf den Namen „Carrera Universal“. 1967 folgte mit „Carrera 124“ das erste System im Maßstab 1:24.

In den 70er und 80er Jahren wurden die Rennbahn-Systeme kontinuierlich weiterentwickelt, ehe der Slotboom abebbte. Nach den höchste Umsatz in der Unternehmensgeschichte, folgte nur sechs Jahre später das düsterste Kapitel: Carrera meldete Konkurs an, und der Firmengründer beging Selbstmord. Dem drohenden Ausverkauf nach China kam der österreichische Importeur Stadlbauer zuvor.

Rennfieber

Mitte der 90er wurde die Autorennbahn Kult. Aus „Carrera 124“ wurde die Produktlinie Carrera „Exklusiv“. Speziell für Einsteiger und Jugendliche entstand 2001 „Carrera Go“, eine Rennbahn mit zahlreichen Actionschienen von der Steilwand über die Wippe bis hin zum Looping im Maßstab 1:43.

Das meistverkaufte Set dieser Produktreihe ist bis dato die Nintendo-Mario-Kart-Packung mit den Fahrzeugen Mario Kart DS Mario B-Dasher und Mario Kart DS Mario Brute. Mit rund 20 Millionen produzierten Fahrzeugen seit Markteinführung ist das Carrera-Go-System ebenfalls eine echte Erfolgsgeschichte.

Zu Beginn des neuen Jahrtausends war Carrera mit „Pro-X“ 2004 einer der Vorreiter der digitalen Rennbahn. Lizenzfragen führten aber bereits drei Jahre später zur Ablösung durch „Digital 132“ – sehr zum Unmut einiger Händler und Kunden, die auf die erste Variante gesetzt hatten. Nicht nur bei Ebay können Pro-X-.Besitzer aber immer noch reichlich die speziellen Modelle und entsprechendes Schienenmaterial finden. Waren es bei Pro-X zunächst nur vier Fahrzeuge, so sind es beim Nachfolgesystem bis zu sechs Fahrzeuge, die gleichzeitig auf den beiden Spuren unterwegs sein können. Die Besonderheit bei Carrera ist, dass die Digital-Modelle ohne Umbau auch im Analog-Betrieb funktionieren. Ähnlich verhält es sich mit den Standardschienen, die sowohl für den Maßstab 1:24 als auch für 1:32 verwendet werden. Nachteil im kleineren Maßstab ist allerdings der relativ große Platzbedarf der breiten Bahn.

2008 wurden mit den Systemen „Digital 124“ und „Digital 143“ auch die anderen beiden Maßstäbe digitalisiert. Durch die Sicherung der entsprechenden Rechte kann Carrera außerdem mit exklusiven Lizenzen von Ferrari über Red Bull bis hin zur DTM punkten. Gleiches gilt für Nintendo (Mario Kart), Marvel (Spiderman) und Disney/Pixar („Cars“).

Die 2,4-GHz-Wireless-Technologie bietet seit einigen Jahren mit kabellosen Handreglern und bis zu 15 Metern Reichweite mehr Bewegungsfreiheit entlang der Plastikpiste. Seit 2006 erstmals gibt es sogar eine Carrera-Weltmeisterschaft.

ampnet/jri

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