ADAC-Pannenstatistik

Vorsicht: Diese Autos haben die meisten Pannen

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Defekte Batterien sind der Hauptgrund für Autopannen.

Die wenigsten Probleme haben BMW-Fahrer. Dafür müssen Hyundai-Besitzer am häufigsten den ADAC rufen. Die meisten Pannen verursacht ein bestimmtes Bauteil.

Am Straßenrand mit einer Panne liegen zu bleiben, wünscht sich kein Autofahrer. Dennoch kommt es immer wieder vor. Besitzer eines Autos eines deutschen Herstellers müssen sich dabei weniger Gedanken machen als andere Fahrer.

Welche Modelle besonders häufig liegen bleiben und welche zuverlässig sind, hat der ADAC in seiner jährlichen Pannenstatistik zusammengefasst. Demnach ist das Pannenniveau im Vergleich zum Vorjahr etwa gleich geblieben. Dafür nahmen die Probleme mit Autobatterien leicht zu.

Weniger Pannen bei deutschen Autos

Dem ADAC zufolge sind vor allem Autos aus dem Erstzulassungsjahr 2009 pannenanfällig. In diesem Jahr wurde die Abwrackprämie eingeführt. Darin sieht der Verband auch einen Grund für die vielen Pannen. Möglicherweise seien damals viele Kleinwagen gekauft worden, die aus Sparsamkeit seltener zum Kundendienst gebracht worden seien als teurere Autos.

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Am zuverlässigsten in der Kleinstwagen-Klasse waren demnach die baugleichen Modelle Toyota Aygo, Citroën C1 und Peugeot 107 sowie die baugleichen VW up!, Seat Mii und Škoda Citigo. Die meisten Pannen hatten Fahrer eines Hyundai i30 (Baujahr 2008). Am seltensten mussten Besitzer eines BMW X3 und eines BMW der 4er-Reihe aus dem Baujahr 2015 den ADAC rufen.

Welche Modelle in den einzelnen Klassen besonders zuverlässig bzw. pannenanfällig waren, sehen Sie in der nachfolgenden Tabelle:

Klasse

Tops

Flops

Kleinstwagen

Chevrolet Spark

Fiat 500 (2014)

Citroën C1

Fiat Panda (2011-13)

Opel Agila

Smart fortwo (2015)

Peugeot 107

Seat Mii

Škoda Citigo

Toyota Aygo

Toyota Yaris

Klasse

Tops

Flops

Kleinwagen

Audi A1

Hyundai i20 (2011-14)

Ford Fusion

Dacia Sandero (2013)

Mazda 2

BMW Mini

Mitsubishi Colt

Mitsubishi Space Star

Opel Mokka

Toyota Yaris

Klasse

Tops

Flops

Untere Mittelklasse

Audi A3

Citroën Berlingo (2010, 12)

Audi Q3

Dacia Logan (2013)

BMW 1er

Ford Kuga (2010-11)

BMW 2er

Honda Civic (2011)

BMW X1

Hyundai i30 (2008-09)

Mazda CX-5

Kia Cee'd (2009, 11-12)

Mercedes A-Klasse

Mazda 3 (2012)

Mercedes B-Klasse

Nissan Qashqai (2014-15)

Mercedes CLA-Klasse

Peugeot 308 (2010-11)

Mercedes GLA-Klasse

Renault Mégane (2008,15)

Mitsubishi ASX

Renault Scénic

Škoda Rapid

Toyota Auris

VW Beetle

Klasse

Tops

Flops

Mittelklasse

Audi A4

Ford Mondeo (2008, 10)

Audi A5

Ford S-Max (2008-09, 15)

Audi Q5

Opel Insignia (2013-15)

BMW 3er

BMW 4er

Klasse

Tops

Flops

Obere Mittelklasse

Audi A6

Mercedes E-Klasse (2009)

BMW 5er

Klasse

Tops

Flops

Kleinbusse

Kein Fahrzeug

Fiat Ducato (2014)

Häufige Pannenursachen

Leere oder defekte Batterien seien für fast 40 Prozent aller Pannen im Jahr 2017 verantwortlich gewesen, so der ADAC in seiner Pannenstatistik. Als Gründe sieht der Automobilverband die immer stärkere Elektrifizierung der Fahrzeuge; aber auch einige Autofahrer, die die Batterie völlig leer fahren. Ebenfalls schuld sei die Industrie, die manchmal zu billige Batterien verbaut.

Weitere Pannenursachen sind Probleme mit dem Motor bzw. Motormanagement und sonstige Pannen – Lenkung, Bremsen, Fahrwerk. Eher selten fielen die Kraftstoffanlage, die Kühlung bzw. Heizung und die Auspuffanlage aus.

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Autos im Schnitt 9,4 Jahre alt

Der ADAC hat auch das Alter der Autos in Deutschland ermittelt. Demnach beträgt das Durchschnittsalter 9,4 Jahre. Grundsätzlich gilt: je älter das Auto, desto höher das Pannenrisiko. Bei einem drei Jahre alten Auto liege die Wahrscheinlichkeit einer Panne bei 1,7 Prozent. Nach 13 Jahren seien es 7,1 Prozent.

Interessant: Nach 20 Jahren – bei sogenannten Youngtimern – sinke die Pannenzahl wieder. Der Grund liege an der besseren Pflege und am wenigen Fahren.

Fast 22.000 Einsätze an einem Tag

Im gesamten Jahr 2017 musste der ADAC zu etwa vier Millionen Einsätzen ausrücken. Dabei legten die 1.762 ADAC-Helfer 53,9 Millionen Kilometer zurück. Die meisten Einsätze verzeichnete der ADAC am 23. Januar 2017. Bei minus 18 Grad mussten sie fast 22.000-mal ausrücken.

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