Feste Größe unter Kleinen

Der Hyundai Getz hat sich in den gut sechs Jahren seiner Marktpräsenz bei uns ordentlich bis erfreulich etabliert und war mit fast 80000 Neuzulassungen der Bestseller im Sortiment der Koreaner.

Trotzdem muss er seinen Namen jetzt opfern, denn der Nachfolger heißt nach der aktuellen Hyundai-Nomenklatur ziemlich schlicht i20.

Der Neuling schließt konsequenterweise die Lücke zwischen den geringfügig älteren Brüdern i10 sowie i30 und ist, obwohl spürbar besser ausgestattet, mit einem Grundpreis von 11250 Euro um maßvolle 260 Euro teurer geworden. Lieferbar ist er als Zwei- und Viertürer mit großer Heckklappe, drei Ottomotoren mit 1,2 Liter/78 PS, 1,4 Liter/101 PS und 1,6 Liter/126 PS sowie einem 1,6 Liter großen und 116 PS starken Common-Rail-Diesel und in drei Ausstattungsstufen. Das kleinste Triebwerk ist eine vollständige Neuentwicklung; die beiden anderen Benziner und der Selbstzünder sind aus dem i30 bekannt.

Immer an Bord, also schon im Basistyp Classic, sind als Sicherheitselemente sechs Airbags, der Schleuderschutz ESP mit Traktionskontrolle, aktive Kopfstützen vorn sowie Zentralverschluss, als Komfortfaktoren ein CD-Radio und geteilt umlegbare Rückbank. In der um 2230 Euro teureren Stufe Comfort kommen Klimaanlage, elektrische Außenspiegel, größere Räder, Fernbedienung fürs Zentralschloss, elektrische Fensterheber vorn und gekühltes Handschuhfach hinzu. Style kostet mindestens 15130 Euro (850 mehr als Comfort) und bringt u.a. Klimaautomatik, Nebellampen, Alufelgen sowie Bordcomputer mit. Der Zuschlag für die beiden hinteren Türen beträgt 750 Euro, und dass sich Hyundai längst von den früheren Dumping-Tarifen verabschiedet hat, belegt auch der Umstand, dass acht der zehn Farben aufpreispflichtig sind. Da wäre es souveräner, die Standardlacke Crystal White und Electric Red um jeweils 400 Euro zu rabattieren.

Trotzdem ist der i20 in seiner Rolle als Kleinwagen zwischen Mini i10 und Kompaktauto i30 mehr als ein Lückenfüller. Er tritt einfach erwachsener auf, weil er im Vergleich zum Getz mit einer Außenlänge von 3,94 Meter um 11,5 und bei 1,71 Meter Breite um knapp fünf Zentimeter gewachsen ist; die Höhe blieb mit 1,49 Meter unverändert. Alltags- und Familientauglichkeit dokumentieren die 2,53 Meter Radstand, womit auch die Fond-Insassen erträglich Platz finden, und das um gut 40 auf 295 Liter gestiegene Kofferraumvolumen, das bis auf 1040 Liter erhöht werden kann. Besonders im Stadtverkehr verhält sich der Eintonner handlich und pflegeleicht, gerade beim Einparken.

Damit aus dem i20 alsbald eine veritable Familie wird, sind weitere Ausführungen in der Pipeline. Dazu gehören ein 1,4-Liter-Dieselmotor, der dann auch Euro-5-Ansprüchen genügen wird, ein Autogas-Ableger, eine iBlue-Version mit den einschlägigen Einrichtungen zur Reduzierung der Umweltbelastung sowie in fernerer Zukunft ein Alleskönner MPV (Multi Purpose Vehicle) und ein Roadster. ALEXANDER KNOOP

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