Endlich eine runde Sache

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Optisch innen und außen aufgewertet: Der Mazda CX-7 Diesel hat einen starken Auftritt im SUV-Segment.

Damals, bei der Präsentation des Mazda CX-7 in den USA, war ich zwar von Design und Fahrverhalten begeistert, nicht aber vom Motor-Angebot. Das hat sich jetzt geändert, hier der Fahrbericht.

Damals in den USA schickte Mazda den 1,8 Tonner SUV statt mit einem sparsamen Dieselmotor mit einem 260 PS-Turbo-Benzinmotor in die Welt.

„USA und Japan verlangen zunächst nach einem Benziner“, erklärte damals Mazda-Pressesprecher Jochen Münzinger, verriet aber, dass später auch ein vor allem für Europa wichtiger Diesel kommen würde.

Aufgewertet: Gut verarbeitetes Cockpit im Mazda CX-7

Der ist inzwischen da und macht den Mazda jetzt richtig interessant. Mit 2,2 Liter Hubraum und 173 PS steht der Vierzylinder-Common-Rail- Diesel gut im Saft - vor allem weil er ab 2000 Touren 400 Nm stemmt. Damit fährt der CX-7 auch im 5. Gang mit 1500 Touren ganz problemlos, ab 2000 kommt dann richtig Dampf dazu. Das 6-Gang-Getriebe harmoniert gut mit dem Motor, und bis auf ein lautes Nageln beim winterlichen Kaltstart läuft der Diesel kultiviert und ruhig. Die Fahrleistungen sind für ein Auto dieser Größe (Länge 4,70 Meter, Höhe 1,65 Meter) gut: in 11,3 Sekunden ist der CX-7 von 0 auf 100 km/h und läuft 200 km/h Spitze. Der CO2-Ausstoß liegt bei 199 g/km, und der Verbrauch inner-/außerorts und kombiniert bei 9,1/6,6 und 7,5 l/100 km.

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In der Praxis hatten wir aber Mühe, den Verbrauch trotz zurückhaltender Fahrweise auf minimal 8,3 l/100 km zu bringen. Sauber: Ein Dieselpartikelfilter versteht sich von selbst, aber die Beimischung einer Harnstofflösung (AdBlue) zur Reinigung von Stickoxyden (NOx ) gibt es sonst nur bei den Bluetec-Modellen von Mercedes. Gleichzeitig mit dem Einsatz des Dieselmotors wurde der CX-7 außen optisch leicht überarbeitet und innen mit neuen Materialien aufgewertet.

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Lenkrad, Instrumente, Mittelkonsole und Cockpit wurden verbessert – aber der Monitor ist recht klein ausgefallen. Bemerkenswert gut ist die Verarbeitung. Auch unterm Blech tat sich einiges, wie etwa die bessere Geräuschdämmung, Endlich eine runde Sache Als Diesel hat der Mazda CX-7 einen starken Auftritt im SUV-Segment die höhere Karosserie-Steifigkeit oder das verbesserte Handling. Für ein Auto dieses Kalibers ist das Fahrverhalten fast leichtfüßig zu nennen, Lenkung und Kurvenverhalten sind sehr gut. Vom Allradantrieb, der die Kraft je nach Fahrbahn und Situation variabel zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt, ist nichts zu spüren - nur dass der CX-7 auch auf rutschigem Boden keine Mühe hat, sicher fährt und überall durchkommt.

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Sonst blieb alles so wie wir es vom bisherigen Modell kennen: Gut sind angenehm hohe Sitzposition, gute Übersicht, großzügiges Platzangebot im Fond, in die Fond-Lehnen integrierten Sicherheitsgurte, hoch öffnende Hecktür und großer Stauraum (455 l); weniger gut dagegen sind sehr schräge Frontscheibe, mit Tasten überladene Mittelkonsole (sieht nachts beleuchtet aber toll aus...), recht hohe Ladekante (ca. 77 cm) und die Laderaumhöhe von nur knapp über 70 cm. Mazda’s SUV-Spaß kostet mit Benzinmotor ab 36 990 Euro, während der neue Diesel ab 29 990 Euro zu haben ist - und damit gegen die Konkurrenten sehr gut aussieht.

str

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