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Erster elektrischer Krankenwagen von Mercedes-Benz vorgestellt

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Von: Nadja Pohr

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Der vollelektrische Rettungswagen von Mercedes-Benz
Gemeinsam mit der Firma Ambulanz Mobile entwickelte Mercedes-Benz einen elektrischen Krankentransportwagen (eKTW) auf eSprinter-Basis. © Mercedes-Benz AG

Der Autohersteller Mercedes-Benz präsentierte auf einer Messe der Rettungsbranche erste vollelektrische Einsatzfahrzeuge für den Krankentransport und Notarzt-Einsätze.

Fulda/Stuttgart - Die E-Mobilität wird in Deutschland Stück für Stück vorangetrieben und weiterentwickelt. Der Sportwagenhersteller Porsche beteiligt sich seit kurzem mit rund 100 Millionen Dollar an einem US-amerikanischen Unternehmen, um E-Autos mit neuer Batterie-Technologie zu revolutionieren. Aber auch der baden-württembergische Konkurrent Mercedes-Benz baut sein E-Mobilitätsangebot weiter aus.

In Untertürkheim forscht Mercedes an eigenen Mischungen, um die Energiedichte der Batterien zu steigern und den Kobaltanteil sinken zu lassen. Ziel des Autoherstellers ist es außerdem, eigene Entwicklungsfabriken mit Partnern hochzuziehen und Batterien zu entwickeln, die die Reichweite von E-Autos verdoppeln könnten. Die Elektromobilität soll sich jedoch nicht nur an den Alltags-Fahrer richten.

Mercedes-Benz stellt ersten elektrischen Krankenwagen vor

Mercedes-Benz hat auf der Messe RETTmobil in Fulda eine erste Version elektrischer Einsatzfahrzeuge vorgestellt. Gemeinsam mit der Firma Ambulanz Mobile entwickelte der Hersteller aus Baden-Württemberg einen elektrischen Krankentransportwagen (eKTW) auf eSprinter-Basis. Darüber hinaus präsentierte Mercedes auf der Messe einen eVito Tourer sowie den SUV EQC als Notarzt-Einsatzfahrzeug.

Mit den rein elektrischen Modellen für Einsatzfahrzeuge wolle man belegen, „dass elektromobile Lösungen auch für die Rettungsbranche an Bedeutung gewinnen“, wie Ecomento.de berichtet. Der von Mercedes hergestellte eKTW soll mit allen Einbauten im Patientenraum nicht das Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen überschreiten und könne so auch von Fahrern mit Pkw-Führerschein genutzt werden.

Die Energieversorgung des Hochvolt-Netzes ist vom 12-V-Bordnetz durch den Einbau zweier Steuergeräte getrennt und funktioniert unabhängig. Somit beziehen die medizinischen Geräte ihren Strom nicht von der Fahrzeugbatterie. Anders als bei einem Einsatzfahrzeug der Feuerwehr in Stuttgart: Dem E-Auto ging nach einem längeren Einsatz der Saft aus.

Elektrischer Krankenwagen von Mercedes nicht nur für Einsätze in der Stadt geeignet

Der E-Motor des Krankenwagens von Mercedes-Benz leistet 85 kW/116 PS und ist mit einer großen Batterie ausgestattet. Der schwäbische Autobauer habe die Reichweite „ausreichend“ dimensioniert, „damit das Fahrzeug nicht nur in der Stadt, sondern auch im urbanen Umfeld lokal emissionsfrei unterwegs sein kann“. Beim umgebauten eVito Tourer kommt die große Batterie auch zum Einsatz - mit 150 kW/204 PS und 370 Kilometer Reichweite.

Der eVito Tourer als Notarzt-Einsatzfahrzeug wurde mithilfe der Binz Ambulance- und Umwelttechnik GmbH umgebaut. Der Mercedes EQC (300 kW/408 PS, 426 km) hat das Mercedes-Tochterunternehmen CARS aus Wiedemar zum Notarzt-Einsatzfahrzeug umfunktioniert. Auf der RETTmobil Messe präsentierte auch Mitstreiter Volkswagen umfunktionierte Einsatzwagen.

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