Im Test

Quadro3: Das Schweizer Dreirad hat nun einen stärkeren Motor

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Seit fünf Jahren gibt es bei uns das Dreirad Quadro3 aus Schweizer Produktion. Nun geht die neueste Generation mit überarbeitetem Motor an den Start.

Die Abgasnorm Euro 4 macht auch vor Rollern nicht halt. Um weiter auf dem Markt Präsenz zeigen zu dürfen, hat darum Quadro sein Dreirad überarbeitet und die dritte Generation für die aktuelle Saison mit einem Aggregat ausgestattet, das nicht nur die geforderten Werte erfüllt, sondern als erfreulichen Nebeneffekt eine Leistungssteigerung um zwei Pferdestärken aufweist und nun mit 29 PS an den Start geht.

Neuer Quadro3 im Test: So macht sich das Dreirad

Die Kraftkur hat dem 220 Kilogramm schweren Dreirad gutgetan. In jeder Lebenslage ist nun ein bisserl mehr Dampf vorhanden, und auf der Autobahn ist fast stets Tempo 130 möglich. Lediglich an langen Steigungen geht ihm die Puste aus. Der Motor dreht wacker bis 8000 U/min, der Begrenzer riegelt nun nicht mehr so abrupt ab wie beim Vorgänger.

Am meisten Spaß hat man mit dem Quadro3 auf kurvigen Strecken.

Den größten Spaß hat man aber weiterhin auf Landstraßen, die nicht einmal gut ausgebaut sein müssen, aber möglichst viele Kurven aufweisen sollten. Denn dank des hydraulisch-pneumatischen Neigetechniksystems HTS, das Quadro als einziger Hersteller anbietet, liegt das Dreirad stets satt und sauber auf der Straße.

Die Vorteile dieser Radführung sind auch für Fahrten im Stadtverkehr sehr beruhigend. Längsrillen, Tramgleise, wechselnde Fahrbahnbeläge und Gullydeckel verlieren ihre Schrecken, sogar bei Regenwetter. Die Bremsen werden mit dem Gefährt gut fertig, es muss aber beherzt zugepackt werden, sollte schneller Stillstand erforderlich sein.

Mehr PS, aber dafür auch mehr Sprit

Beim Durst hat sich der Quadro3 gegenüber den Vorgängern leider auch ein wenig gesteigert: Im Schnitt genehmigte sich der Einzylinder mit 346 Kubikzentimetern Hubraum rund viereinhalb Liter auf 100 Kilometer. Für das überarbeitete Modell verlangt der Schweizer Hersteller 7295 Euro.

Übrigens genügt nach Angaben des Importeurs für das Dreirad der Autoführerschein Klasse B, wenn der Inhaber der Fahrerlaubnis mindestens 21 Jahre alt ist.

Volker Pfau

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