Weniger Autos dank ViaVan?

So will Mercedes Mitfahrgelegenheiten revolutionieren

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ViaVan startet App-basierte Fahrgemeinschaften in Amsterdam.

Weniger Autos, mehr Miteinander: In Amsterdam sollen Autofahrer per App zusammen finden und Fahrgemeinschaften bilden.

In Amsterdam – der selbsternannten Fahrradhauptstadt der Welt – versucht Mercedes den Verkehr effizienter zu gestalten. Statt vielen Autos mit wenigen Passagieren, sollen künftig Fahrgemeinschaften den Verkehr entzerren.

Virtuelle Haltestellen und weniger Autos

Gemeinsam mit dem US-Start-Up ViaVan sollen Autofahrten gebündelt werden. Ohne große Umwege und Verzögerungen sollen somit mehrere Passagiere gleichzeitig befördert werden. Mit Hilfe einer App können Mitfahrer sowohl ihren gewünschten Startpunkt, als auch ihr Reiseziel wählen. Anschließend berechnet ein Algorithmus in Echtzeit, welche Fahrten sich ohne nennenswerte Umwege zusammenfassen lassen.

Passagiere mit ähnlichem oder gleichem Fahrtziel werden zusammengebracht und gemeinsam in einem ViaVan – ein Vito Tourer (bis zu neun Sitzplätze) und die V-Klasse (bis zu acht Sitzplätze) – transportiert. Die App funktioniert ähnlich dem öffentlichen Nahverkehr. Sie verwendet sogenannte virtuelle Haltestellen, an denen die Fahrgäste zu- und aussteigen können. So eine Haltestelle könnte zum Beispiel eine Kreuzung sein.

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Zwischen Bus und Taxi

Der Unterschied zum ÖPNV: Im Gegensatz zu Bussen fahren die ViaVans keine großen Umwege. Mercedes und ViaVan wollen mit ihrem Konzept die Anzahl der Autos in der Stadt reduzieren. Nach Aussage des Autokonzerns ergänze der Dienst das öffentliche Verkehrsnetz und bestehende Angebote. Passagiere müssen pro Fahrt einen digitalen Tarif bezahlen. Dieser besteht aus einem Grundpreis und einem zeit- bzw. entfernungsbasierten Zuschlag für Randgebiete. Im Zentrum von Amsterdam gilt ein Einheitspreis.

Das Angebot will sich zwischen dem klassischen ÖPNV- und dem Taxitarif positionieren. Der endgültige Preis soll für jeden Fahrgast bereits bei der Bestellung mitgeteilt werden und sich nachträglich nicht mehr ändern. Bezahlt wird bargeldlos über die App.

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Nächstes Ziel Berlin

In New York, Chicago und Washington DC konnte sich die Idee des US-amerikanischen Start-ups Via bereits behaupten. Ob sie sich aber in Europa durchsetzen kann, wird sich noch zeigen müssen. Denn hierzulande werden die öffentliche Nahverkehre stärker genutzt als in den USA. Nach Amsterdam soll ViaVan auch in anderen europäischen Städten angeboten werden. Dazu zählen auch Berlin und London. Dort fehlen aber noch die Genehmigungen.

Wie schnell man als US-Start-Up in Deutschland scheitern kann, zeigte Uber. Der Dienst trat als Konkurrent zu Taxiunternehmen an. Dabei übernahmen Privatpersonen Chaffeurdienste. Dagegen wehrten sich mehrere Unternehmen erfolgreich vor Gericht. In diesem Jahr versucht Uber einen Neustart in Deutschland, berichtet das Portal t3n.de.

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