Damit der Kreuzweg gut abgesichert ist

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Rund eine Woche sind es noch bis zur zweiten Auflage der Eppertshäuser Passionsspiele.

Eppertshausen - Rund eine Woche sind es noch bis zur zweiten Auflage der Eppertshäuser Passionsspiele. Nach der ersten gelungenen Aufführung 2006 sind die Erwartungen erneut hoch. Von Michael Just

Regisseurin und Organisatorin Gisela Belzer zeigt sich aber ruhig und gelassen, da sie auf den Großteil der bewährten Schauspieler von damals zurückgreifen kann, darunter auch Jesus-Darsteller Wolfgang Lüddicke. Trotzdem ist eine nicht unwesentliche Veränderung in den letzten Wochen eingetreten: Die Darsteller haben mit „Passionsspiele Eppertshausen e. V.“ einen Verein gegründet. Denn nur damit fällt man unter die Veranstalterhaftpflichtversicherung, die die Gemeinde für alle Veranstaltungen lokaler, gemeinnütziger Vereine übernimmt, bei denen Bürgermeister Carsten Helfmann als Schirmherr agiert. „Diese Haftpflicht war vorher nicht möglich, da es ja eine kirchliche Veranstaltung war“,erklärt der Verwaltungschef und ergänzt, dass diese Versicherung aber nur bei Schäden gegenüber dritten Personen greift.

Um auch gegen Personen- und Unfallschäden in den eigenen Reihen abgesichert zu sein, hat der Verein eine zusätzliche Unfallversicherung für seine Mitglieder abgeschlossen. Nach einem glimpflich verlaufenen Unfall beim Bühnenaufbau vor drei Jahren zogen die Verantwortlichen ihre Schlüsse, das selbst bei vermeintlich ungefährlichen Passionsspielen Personenschäden nicht ausgeschlossen werden können. Derzeit zählt der Verein rund 40 Mitglieder – Tendenz steigend, da noch nicht alle Anträge abgegeben wurden. Vor wenigen Tagen fand die erste Mitgliederversammlung statt. Bereits bei der Gründungsversammlung im Februar wurde Gisela Belzer zur ersten Vorsitzenden, Hupert Schledt zum Stellvertreter, Anette Frühwein zur Rechnerin, Sigrid Belzer zur Schriftführerin und Petra Herd zur Pressewartin gewählt. Der Vorstand wird von vier Beisitzern unterstützt.

Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt

Bei der Mitgliederversammlung legte man den Jahresbeitrag auf zwölf Euro fest. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt und finanziert sich in erster Linie aus Spenden. Bei der Mitgliederversammlung konnte die Vorsitzende gleich einen Scheck über 1 000 Euro präsentieren. Der Betrag ist eine Spende der Sparkasse Dieburg und soll helfen, die Ausgaben der Aufführung (Beginn ist am Karfreitag um 12 Uhr vor dem katholischen Kindergarten) zu decken.

Weitere Erlöse sollen aus dem Verkauf der „Zutrittsbuttons“ erzielt werden, die für drei Euro zu haben sind. Die Kosten für die Neuauflage der Passionsspiele sind nicht gering: Da man auch in diesem Jahr von einer großen Besucherzahl ausgeht, wurde eine Firma für Beschallung und Tontechnik organisiert. Die Tonprobleme waren 2006 das einzige Manko einer ansonsten beeindruckenden und erfolgreichen Premiere: Wie professionell man in diesem Jahr an das Projekt herangeht, ist daran abzulesen, dass das gleiche Unternehmen angeheuert wurde, das auch beim Darmstädter Schlossgrabenfest für die Tontechnik sorgt.

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