Vorsicht vor falschen „Freunden“ im Chat

Facebook-Betrugsmasche: Opfer aus Kreis Offenbach

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Für die Betrugsmasche missbrauchen die Kriminellen das soziale Netzwerk Facebook sowie die SMS-Funktion des Handys.

Offenbach/Frankfurt - Die Polizei warnt Nutzer von sozialen Netzwerken wie Facebook vor einer Betrugsmasche, die derzeit die Internet-Ermittler wieder vermehrt beschäftigt. Es wird zur Vorsicht vor falschen „Freunden“ im Chat gewarnt.

Der Kripo in Offenbach liegen mehr als ein Dutzend Anzeigen von betrogenen Nutzern der Internetplattform Facebook vor. Bei der neuen Welle der bekannten Betrugsmasche sind diesmal nicht nur türkisch-stämmige Facebook-Nutzer betroffen, die ausschließlich in türkischer Sprache angesprochen werden, sondern auch andere Nutzer des Online-Netzwerkes, die in deutscher Sprache über den Chat angeschrieben werden.

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Die Betrüger übernehmen oder kopieren laut Polizeimeldung die Identität von Facebook-Mitgliedern und schreiben über den Chat sämtliche „Freunde“ an. Sie bitten unter einem Vorwand um die Übermittlung der Mobilfunknummer. Gibt der „Freund“ seine Nummer preis, erhält er - wie zuvor angekündigt - kurz darauf eine SMS von den Online-Bezahldiensten „Zong“ mit einem Zahlencode. Da Zong mittlerweile zu Paypal gehört, wird hier auch nur Paypal als Absender der SMS erkennbar. Den erhaltenen Code gibt der Geschädigte anschließend wieder über den Facebook-Chat an den vermeintlichen „Freund“ weiter. Was das Opfer nicht ahnt oder in der SMS übersieht: Durch die Aktion wird ein Zahlungsvorgang bestätigt und über den Mobilfunkanbieter das Kundenkonto belastet. Meist handelt es sich um Geldbeträge zwischen 20 und 50 Euro. Die Zahlungen werden dem Empfänger, der in der Regel im Ausland sitzt, sofort gutgeschrieben. Eine spätere Rückbuchung des Betrages gestaltet sich oftmals schwierig und ist nahezu unmöglich, da Paypal sich darauf beziehen kann, dass in der SMS auf die Risiken hingewiesen wurde.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei handelt es sich um ein bundesweit auftretendes Phänomen, wobei die Täter jeweils in der Landessprache des Opfers kommunizieren, um deren Glaubwürdigkeit zu erhöhen.

dr

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