Geld senden mit der App - wie sicher ist es wirklich?

Mann und Frau haben ein Smartphone in der Hand.
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Mithilfe von Apps und digitalen Wallets für Smartphones kann heutzutage bequem Geld in Echtzeit transferiert werden.

Geld an Freunde oder Bekannte zu senden klappt heute per klassischer Überweisung und dank Online-Banking zwar schon wesentlich schneller, als das früher einmal der Fall war.

Trotzdem ist diese Zahlungsmethode vergleichsweise aufwendig – vor allem die lange, 22-stellige IBAN ist vielen Personen ein Dorn im Auge, zumal sie viel Raum für Tippfehler birgt. Abhilfe können dagegen Apps für das Smartphone und Tablet schaffen, mit deren Hilfe Transaktionen schneller und einfacher ablaufen sollen. Doch ist das Ganze wirklich sicher?

Vielzahl von Apps steht heutzutage für Zahlungen zur Verfügung

Jeder kennt das Problem: Während früher für die Ausführung einer Überweisung der Gang zur Bank unumgänglich war, ist das Ganze inzwischen zwar digitalisiert worden. Trotzdem ist der Komfort bei Überweisungen beispielsweise wegen der 22-stelligen IBAN nach wie vor verbesserungswürdig.

Abhilfe schaffen will die große Zahl von Banking-Apps der einzelnen Geldinstitute, die mittlerweile auf dem Markt verfügbar sind. So nennt die Sparkasse ihren Dienst z.B. Kwitt, bei der Volksbank heißt das Programm VR-Banking bzw. „Geld senden und anfordern“.

Geld innerhalb kürzester Zeit zu versenden, ist aber auch beispielsweise mit der App von Western Union möglich, die sowohl im Google Play Store, als auch im App Store zum Download bereitsteht. Mithilfe des Programms können Nutzer ihr Geld sofort und rund um die Uhr weltweit versenden. Der Versender hat die Möglichkeit, das Geld an ein Bankkonto oder eine mobile Geldbörse zu versenden, sowie Bargeld zur Abholung zu hinterlegen.

Sicherheitsstandards sind je nach Anbieter unterschiedlich hoch

Im Hinblick auf die Sicherheit klassischer Banking Apps lässt sich konstatieren, dass diese maßgeblich vom jeweiligen Anbieter abhängig ist. Bekannt sind beim Einloggen beispielsweise Sicherheitsvorkehrungen wie die Eingabe eines Passwortes oder die Authentifizierung per Fingerabdruck. Die Zahlung an sich muss dann noch einmal separat per TAN initiiert werden. Problematisch ist, dass bei manchen Apps Überweisungen geringerer Beträge ohne TAN-Abfrage möglich sind.

Auch die App von Western Union legt Wert auf Sicherheit. Hier kann der Nutzer den Transfer nach einem Login per Fingerabdruck bzw. Touch-ID beauftragen.

Schutz für Zahler ist in der Mehrzahl der Fälle nicht vorhanden

Natürlich ist auch die Sicherheit nach einer erfolgten Zahlung ein immer wiederkehrendes Thema bei derartigen Apps. Grundsätzlich operieren die normalen Banking Apps mit klassischen Überweisungen. Bekanntermaßen können diese in Deutschland allerdings nicht rückgängig gemacht werden – im Gegensatz zur Lastschrift, bei der eine Frist von acht Wochen besteht.

Auch bei digitalen Wallets, die vorab aufgeladen werden müssen und im Anschluss für Transaktionen per App verwendet werden können, ist ein Schutz häufig nicht anzutreffen.

Anders sieht das bei PayPal aus. Durch die immanente Absicherung des Zahlenden ist der Dienstleister im Rahmen seiner Kooperation mit eBay vielen Personen erst ein Begriff geworden. Allerdings gab es auch hier immer wieder Meldungen geklauter Konten oder Fälle, in denen der Käuferschutz nicht gezahlt hat - bei Zahlungen an Familie und Freunde besteht dieser ohnehin nicht.

Zusammenfassend sollten Geldtransfers per App also in jedem Fall sorgsam überdacht werden.

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