Galaktische Schieß- und Rätseleinlagen

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„Metroid Prime 3 - Corruption" ist das Ende der beliebten „Metroid Prime"-Trilogie. Durch die gelungene Mischung von Action, Erkundung und Rätseleinlagen, ist das Spiel der wohl beste Spross der Serie.

Ein Science-Fiction Spiel mit einer vollgepanzerten Heldin, die sich bei Bedarf in eine kleine Kugel verwandelt? Ein Ego-Shooter, der mit zahlreichen Rätseln auftrumpft und seine Wurzeln bereits im Jahr 1986 hatte? Und das auf einer Konsole von Nintendo? Wir haben den Wii-Klassiker „Metroid Prime 3 - Corruption" getestet. Von Jan Schmitt

„Metroid Prime" ist im Prinzip ein wenig „Zelda" im Weltall. Der Spieler bewegt sich frei in mehr oder weniger großen Arealen und sammelt und interagiert mit Gegenständen um in den nächsten Bereich zu kommen und seine eigenen Waffen aufzurüsten. Im Gegensatz zu „Zelda" ist „Metroid Prime" allerdings eindeutig actionorientierter - Geballer gibt es ständig.

Bilder aus „Metroid Prime 3“ für die Wii

„Metroid Prime 3“ ein Weltraumabenteuer für die Wii

Aber auch die Rätsel kommen nicht zu kurz. Meistens müssen Schalter umgelegt, Wände eingerissen oder Batterien herumgetragen werden. Dies jedoch nicht konventionell per Tastendruck, sondern per Bewegung der Wii-Remote. Mal wird gedreht, mal geschleudert, mal der Controller wie eine Angel ausgeworfen. Dieses System ist zwar nicht langanhaltend unterhaltsam, zieht den Spieler jedoch in das Abenteuer hinein.

Heldin Samus Aran wurde mit Phazon infiziert. Doch was für Auswirkungen hat die Verseuchung? Finden Sie es heraus.

Die Story beginnt dort, wo Teil 2 aufhört. Kopfgeldjägerin Samus befindet sich auf einer Weltraumbasis und will den Planeten Norion vor Weltraumpiraten schützen. Der zur Verteidigung eingesetzte Supercomputer wurde von einem Virus befallen und wurde abgeschaltet. Also müssen drei Generatoren aktiviert werden um eine Abwehrkanone in Gang zu bringen. Noch dazu droht ein riesiger Komet den Planeten zu treffen. Als schließlich noch die tot geglaubte „dunkle Samus“ auftaucht und ihr alter Ego mit einem Phazon-Virus infiziert, bricht Chaos aus und Samus wird ohnmächtig.

Der Planet wird zwar dennoch gerettet, allerdings breitet sich der Virus immer weiter aus und die dunkle Samus treibt weiterhin ihr Unwesen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Doch das Phazon hat auch einen Vorteil: Fortan kann Samus in den Hypermodus wechseln. Dieser macht sie kurzzeitig unverwundbar und verstärkt ihre Waffen, lässt jedoch die Verseuchung in der Kopfgeldjägerin fortschreiten und sollte somit wohlüberlegt eingesetzt werden.

Die Schar der Gegner ist groß. Besonders Weltraumpiraten greifen immer wieder in kleinen Gruppen an.

Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen, werden in „Metroid Prime 3“ selbst die simpelsten Schießereien nicht langweilig. Jede Gegnerart beherrscht mehrere Angriffe und hat eigene Schwachpunkte. Durch die gute Mischung der Gegner entstehen somit die kompliziertesten (aber dennoch unterhaltsamsten) Kämpfe auf der Wii. Die Bosskämpfe schlagen in die selbe Kerbe, sind jedoch zusätzlich hervorragend inszeniert und lassen eine filmreife Atmosphäre aufkommen. Über ein dutzend dieser besonders harten Gegner warten auf den Spieler. Mal sind es Golems, mal Ex-Kopfgeldjäger oder insektenartige Ungeheuer. Mal am Boden, mal zu Luft. Oftmals bestehen die Kämpfe aus mehreren Phasen mit ganz unterschiedlichen Aktionen und Schwachstellen des Gegners. Ausweichen, schießen, in den Rücken fallen und sich als kleine Kugel - „Morphball“ genannt - unter den Gegner rollen, während das Adrenalin in die Adern steigt und man die perfekte Kampfbalance betrachtet. Überlebt man die Begegnung einmal nicht, so lässt sich der Kampf direkt wiederholen - lange Laufwege entfallen.

Gesteuert wird das Abenteuer mit einer Kombination aus Nunchuk und Wii-Remote. Während der Analogstick des Nunchuks Samus laufen lässt, ist die Wii-Fernbedienung fürs Umschauen, Schießen und Interagieren zuständig. Drei Sensitivitätsgrade bestimmen, wie nah man den Cursor an den Bildschirmrand bewegen muss, damit sich der Charakter dreht.

Metroid Prime 3 - Corruption

Freigegeben ab 16 Jahren

Erhältlich für: Wii

Homepage

Die Grafik des Titels ist - dem Alter des Spiels zum Trotze - sehr gut. Wurzeln und pulsierende Adern hängen an Wänden und Decken, mechanische Krabbeltiere huschen durch die Gegend und während Dampf für ein beschlagenes Visier sorgt, lässt Lava die Luft flimmern. Viele kleine Details lockern die Umgebung auf und sorgen für eine stimmige Atmosphäre. Statt sterilem Raumschiffmetall oder kargen, staubigen Planeten erwartet Sie ein schön anzusehendes Kleinod.

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