Microsoft reicht Klage gegen Google ein

Brüssel - Der US-Softwarekonzern Microsoft reicht vor der EU-Kommision Klage gegen Google ein. Nach Ansicht von Microsoft verstößt Google gegen europäisches Wettbewerbsrecht.

Der Suchmaschinenbetreiber verweigere Konkurrenten den Zugang zu Inhalten und Daten, die diese zur Erzeugung eigener Suchergebnisse und zur Generierung von Werbeeinnahmen bräuchten, begründete ein Anwalt des Unternehmens den Vorstoß am Dienstag in einem Blog. Nach Ansicht von Microsoft verstößt Google damit gegen europäisches Wettbewerbsrecht und missbraucht seine marktbeherrschenden Stellung bei der Online-Suche in Europa.

Damit schließt Microsoft zu einer ganzen Gruppe von Unternehmen auf, die bereits bei der Kommission Klage gegen Google eingereicht haben. Zu den Unternehmen, deren Vorwürfe die Kommission unter die Lupe nimmt, zählen neben der Microsoft-Tochter Ciao auch die deutschen Verlegerverbände VDZ und BDZV sowie die Berliner Stadtplandienst.de-Mutter Euro-Cities. Google zeigte sich angesichts der Tatsache, dass sich unter den ursprünglichen Klägern bereits eine Microsoft-Tochter befand, wenig überrascht über die Ankündigung Microsofts. Man stehe weiter im Kontakt mit der Kommission und “erkläre gerne jedem, wie das Geschäft funktioniere“, erklärte ein Google-Sprecher in Brüssel.

dapd

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