Wenn das Erdöl sich dem Ende neigt...

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Schüsse fallen, Granaten explodieren und Sie sind mittendrin. „Operation Flashpoint" ist ein recht realistisches Militärshooterspiel - auch mit Nachteinsätzen.

Was passiert, wenn das Öl ausgeht? Wird es Kriege um das „schwarze Gold" geben? Im Militärshooter „Operation Flashpoint: Dragon Rising" gehen Russen, Chinesen und Amerikaner aufeinander los und streiten um eine Rohstoffreiche Insel im Nordpazifik. Von Jan Schmitt

März 2011: Aufgrund der Wirtschaftskrise und dem Fehlen von Erdöl wächst der Einfluss von chinesischen Hardlinern und die Volksrepublik mobilisiert ihre Truppen in Nordchina. Russland reagiert, zieht seine Streitmacht zusammen und positioniert sie an der russisch-chinesischen Grenze, um ein Eindringen des Feindes zu verhindern.

9. Mai 2011: Überfallartig greifen chinesische Truppen die rohstoffreiche Nordpazifikinsel Skira an und besetzen sie fast widerstandslos. Russland scheint mit der Situation überfordert und bittet um amerikanische Hilfe. Als am 12. Mai mehrere US-Einsatzkommandos auf der Insel landen, schlüpfen Sie in die Rolle eines Truppführers und Ihr Einsatz beginnt. Dabei sieht sich „Operation Flashpoint: Dragon Rising" als realistische Militärsimulation.

Per komfortablem Kreismenü lassen sich in der Hitze des Gefechts Befehle erteilen.

Die Befreiung Skiras umfasst elf Missionen. Während Sie die ersten Einsätze noch damit beschäftigt sind, feindliche Flugabwehrstellungen oder Artillerietrupps auszuschalten, warten später interessantere Missionen wie das Erstürmen eines kleinen Dorfes mit anschließender Verteidigung oder das Aufspüren einer abgestürzten Helikoptermannschaft auf ihre Bewältigung. Ein kurzes Text-Briefing informiert Sie dabei vor jeder Mission über eventuelle Probleme oder feindliche Truppenbewegungen. Sinnlos dagegen: Die Ausrüstung für den kommenden Einsatz lässt sich zwar anschauen, jedoch nicht verändern. So sind Sie in der Regel auf Messer, Maschinengewehr, Fernglas, Granaten und C4-Sprengsätze beschränkt, ab und zu bekommen Sie auch ein Scharfschützengewehr gestellt. Dabei ist dieses besonders wichtig, denn Schusswechsel werden - wie in der Realität - oftmals über mehrere hundert Meter abgehalten. Als kleine Entschädigung stehen dafür oftmals Ausrüstungskisten in Lagern, erledigte Feinde lassen sich zudem plündern.

Vor jeder Mission erklärt ein kurzer Text die Ziele und Begebenheiten des Auftrags. Eine kleine Karte mit wichtigen Punkten gewahrt die Übersicht.

Alleine sind Sie in „Dragon Rising" eigentlich nie unterwegs. Während Sie die Rolle des Truppführers einnehmen (und somit Befehle erteilen dürfen), folgen Ihnen Sanitäter, Scharfschütze und der Mann fürs schwere Geschütz. Per einfachem Interaktionsmenü lassen sich Einheitenbewegungen planen oder generelle Verhaltensweisen befehlen. Grundsätzlich agieren Ihre Mitstreiter jedoch nachvollziehbar: Unter Beschuss werfen Sie sich auf den Boden, gehen in Deckung oder verbinden eigenständig ihre Wunden. Werden Sie selbst einmal ausgeschaltet, so besteht sogar die Möglichkeit, dass der Teamsanitäter Wiederbelebungsversuche unternimmt. Dennoch ist die künstliche Intelligenz nicht gänzlich ausgereift. Auf kurze Entfernung treffen Freund, als auch Feind, wesentlich schlechter als auf Entfernung, manchmal reagieren sie auch gar nicht auf Beschuss. Die Atmosphäre einer Militäroperation wird dennoch recht gut erreicht. Die Vegetation Skiras ist dicht und gespeichert wird nur an automatisch vorgegebenen Punkten. So kann es schon einmal sein, dass Sie zwei Kilometer durch die Wälder pirschen, nur um hinter der Hügelkuppe von Feinden niedergemäht zu werden.

Operation Flashpoint - Dragon Rising

Erhältlich für: Xbox360, PS3, PC

Ab 16 Jahren

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Die gute, realistische Grafik und der klangvolle Einsatz von Effekten, sowie die passende Musikuntermalung unterstützen das Spielerlebnis, nur mehr Fahrzeugeinsatz hätten wir uns gewünscht. Für Mehrspieler bietet sich besonders die kooperative Kampagne an, hier werden die Teammitglieder von anderen Spielern gesteuert. Somit führt nur Vorsicht und Taktik zum Ziel.

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