Warum Helge 21 Stunden auf das iPad gewartet hat

München - 21 Stunden hat Helge Gleiss vor dem Apple-Store gewartet. Er ist der Erste, der in München ein iPad gekauft hat. Doch behalten will er die technische Wunderflunder nicht. Die irre Geschichte eines Apple-Fans. 

Es hatte etwas Sakrales, als Helge Gleiss vor dem Apple-Store sein iPad in den Himmel reißt. Über ihm der angebissene Apfel, hinter ihm der Eingang in das Reich, das mit seinen Produkten menschliche Vollkommenheit verspricht.  

Helge war der Erste. Bereits einen Tag vor dem Verkaufsstart hatte der wohl größte Apple-Fan aus München seinen Klappstuhl vor dem Geschäft aufgebaut. Im Gepäck: zwei belegte Brote.

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Es ist acht Uhr, als der Uni-Mitarbeiter von einem Mitarbeiter im blauen T-Shirt ins Geschäft gebeten wird. Helge hat 21 Stunden gewartet, nur für diesen Moment: 50 Angestellte stehen Spalier, sie klatschen. Vor dem Laden warten hunderte Menschen. Die Schlange geht vom Rathausplatz bis zum Rindermarkt. Alle wollen ins Paradies.

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Als Helge wieder aus dem Laden kommt, schwärmt er: "Nach 21 Stunden mit dem iPad rauszulaufen, ist super." Doch dem 26-Jährigen ging es nicht um die technische Wunderflunder, er wollte nur das Event erleben. "Das iPad ist für meine Mutter", erzählt der Uni-Angestellte. Er hat sich bereits ein iPad aus den USA besorgt. Als seine Mutter dann zum ersten Mal mit ihren Fingern den Bildschirm  streichelte, war ihr klar: Sie braucht auch so ein Ding. 21 Stunden Warten, nur um der Mama eine Freude zu machen - Helge ist ein Sohn aus dem Bilderbuch.

cse

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