Wenn das Handy einfriert

Der Winter hat uns fest im Griff – und in den Faschingsferien brechen nächste Woche viele zum Skifahren auf. Immer dabei: Handy, MP3-Player oder Digitalkamera.

Doch wenn das iPhone zum eisPhone wird, drohen Probleme: Elektronische Geräte reagieren oft extrem empfindlich auf Kälte und können sogar dauerhafte Schäden davontragen. Christian Riedel vom Magazin Chip warnt: „Wer jetzt mit dem Handy unterwegs ist, muss gut aufpassen, sonst droht dem Gerät der Kältetod.“ Wir verraten Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Anzeigeprobleme:

Bei Minustemperaturen ist das Display oft nur noch schlecht lesbar. Grund: Die Flüssigkristalle im Bildschirm werden zähflüssiger. Im Extremfall stehen sie still, und das Gerät lässt sich nicht mehr bedienen. Eine gepolsterte und wasserfeste Hülle schützt recht gut vor der Kälte – und vor den Folgen eines Sturzes.

Dauerhafte Schäden:

Im Normalfall „erholen“ sich die Geräte in der Wärme wieder. Doch es können auch dauerhafte Schäden auftreten – beispielsweise, wenn Kondenswasser entsteht, das zu Korrosion an der Elektronik führt. Schnelle Wechsel zwischen Kälte und Wärme sind daher „Gift“. Deshalb sollten Sie Handy oder MP3-Player aus der Kälte nicht gleich in stark geheizte Räume mitnehmen, sondern eine halbe Stunde in einem kühleren Vorraum lassen. Wenn Sie Feuchtigkeit bemerken, sofort den Akku entnehmen und das Gerät fönen – aber nur handwarm! Danach legen Sie es am besten (ohne Akku!) in die Nähe einer Heizung, aber nicht direkt darauf.

Handy-Tipps für den Urlaub

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Garantie in Gefahr:

Wenn sich nachweislich Kondenswasser im Inneren gebildet hat, verweigern viele Hersteller die Garantie. Beispielsweise in iPod und iPhone sind Sensoren eingebaut, die sich bei Feuchtigkeit dauerhaft verfärben – dann tauscht Apple Ihr Gerät nicht mehr aus.

Akkuprobleme:

Bei Kälte entladen sich Akkus wesentlich schneller. Wenn Sie beispielsweise Ihr Handy im Winter dringend benötigen, sollten Sie es also nachts immer voll aufladen – aber erst, wenn die Akkus wieder Raumtemperatur erreicht haben. Eiskalte Akkus niemals sofort laden!

Geräte nahe am Körper tragen:

Apple nennt beispielsweise fürs iPhone nur zugelassene Betriebstemperaturen von 0 bis 35 Grad plus – speziell Touchscreen-Geräte sind sehr kälteempfindlich. Allgemein gilt: Tragen Sie Handy & Co. möglichst nahe am Körper, zum Beispiel in einer gefütterten Innentasche Ihrer Jacke.

Geräte abschalten:

In abgeschaltetem Zustand ist die Elektronik unempfindlicher gegen Kälte. Deshalb: Handys oder MP3-Player beim Skifahren nur einschalten, wenn Sie sie tatsächlich verwenden.

Headset benutzen:

Wenn Sie bei großer Kälte telefonieren wollen, sollten Sie ein Headset verwenden – dann kann das Handy in der warmen Jackentasche bleiben.

Jörg Heinrich

Rubriklistenbild: © dpa

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