Frostige Winterüberraschung

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Endlich ist es soweit - der Sturm auf die Eiskronenzitadelle hat begonnen. Doch ist es wirklich möglich den Lichkönig zu stürzen?

Knapp ein Jahr nach der Veröffentlichung des World of Warcraft-Addons „Wrath of the Lich King" können sich die Spieler nun wirklich dem Zorn des Geißelkönigs stellen. doch auch abseits des Frostthrons tat sich wieder einmal viel. Von Jan Schmitt

Elementarfürsten, Drachen, Aspekte, alte Götter und Bekannte wurden besiegt, die Titanenfestung Ulduar gestürmt und im Kolloseum der Kreuzfahrer Stärke bewiesen, doch nichts von all dem hat die Spieler des Online-Rollenspiels „World of Warcraft" auf die Begegnung mit dem ehemaligem Paladin, Prinzen und Königsmörder Arthas vorbereitet. Dieser griff schon im Strategiespiel „Warcraft 3" nach dem verderbten Schwert Frostgram und vereinte sich mit dem Geißelkönig Ner’Zhul. Als neuer Lichkönig, Todesritter und Herr sämtlicher Geißeleinheiten stellt er die größte bekannte Bedrohung für Allianz und Horde dar.

Schon in den drei Fünf-Spieler-Instanzen stellen sich Ihnen größere Gegner in den Weg. Hier: Geißelfürst Tyrannus.

Nachdem sich in Patch 3.2 die Spieler das letzte Mal im großen Kolosseum der Kreuzfahrer bewiesen haben, öffneten sich nun die Pforten zur Eiskronenzitadelle, der letzten großen Herausforderung des Erweiterungspakets. Bis Spieler den Feldherren an der Spitze der Zitadelle jedoch wirklich attackieren können, gehen noch einige Wochen ins Land. Zuerst einmal müssen die Eingangstore gesäubert werden, dann öffnen sich nacheinander die drei Instanzflügel und erst wenn diese sicher sind, so ist der Aufstieg zum Frostthron möglich. Wann welcher Flügel freigeschaltet wird, das entscheidet Entwickler Blizzard, die Spieler haben keinen Einfluss darauf. Ist eine Gruppe von Spielern also zu schnell, so muss sie eventuell einige Tage oder Wochen warten um sich neuen Herausforderungen zu stellen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Raidgruppen auch in ein paar Monaten noch an den insgesamt zwölf Begegnungen zu knabbern haben.

World of Warcraft - Wrath of the Lich King

Ab 12 Jahren

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Die Ausrüstung, die sich in der Eiskronenzitadelle finden lässt, passt sich dynamisch dem gewählten Schwierigkeitsgrad an. Neben den herkömmlichen 10- und 25-Spielermodi, lässt sich die Instanz auch auf der heroischen Ebene starten und bietet somit Gegenstände auf vier verschiedenen Gegenstandsstufen. Als besonderer Schatz lässt sich zudem die zweihändige Axt Schattengram bauen. Wie seinerzeit der Stab Atiesh benötigt es jedoch zahlreiche Splitter um die legendäre Axt in den Händen zu halten.

Teilweise dauert das Warten auf Spieler selbst mit dem neuen Suche-nach-Gruppe-Tool lange.

Doch auch für Spieler, die sich ungern in größeren Gruppen tummeln bietet die Eiskronenzitadelle etwas: Drei neue, wenn auch recht kurze, 5-Spieler-Instanzen finden sich am unteren Teil der Zitadelle und lassen sich im normalen und heroischen Modus betreten. An der Seite von Jaina Prachtmeer (Allianz) beziehungsweise Sylvanas Windläufer (Horde) schlagen sich fünf Spieler durch eine Questreihe, die alle drei Instanzen mit einbezieht. Geht es erst noch in die „Schmiede der Seelen", so folgt ein kurzer Ausflug in die „Grube von Saron" um dort den Geiselfürst Tyrannus zu erledigen und schließlich in die „Hallen der Reflexion" nahe den Privatgemächern des Lichkönigs. Alle drei Instanzen bieten dabei genug Abwechslung um keine Langeweile aufkommen zu lassen, insbesondere die „Hallen der Reflexion" veranschaulichen die Bedrohung und sorgen für Zeitdruck. Wer Glück hat, der gelangt zudem in den Besitz des Griffs von "Quel'Delar", ein Item, dass sich in einer etwa vierstündigen Questreihe zum epischen Schwert oder Kolben umfunktionieren lässt.

Melden Sie sich für eine zufällige Instanz an, so erhalten Sie - je nachdem, welche Stufe Sie besitzen - unterschiedliche Belohnungen, sobald die Instanz absolviert ist.

Um schnell und unkompliziert in die neuen Instanzen zu kommen, wurden zudem einige Komfortfunktionen implentiert. Das neue „Suche-nach-Gruppe-Tool" erlaubt es dem Spieler sich für Instanzen mit Spielern von anderen Servern anzumelden. Dadurch wird Spielermangel umgangen und Instanzen können schneller angegangen werden. Während Tanks und Heiler in der Regel sofort einer Gruppe zugewiesen und in die Instanz geportet werden, warten Schadensmacher je nach Serverpool ein wenig länger. Wer zusätzliche Belohnungen bekommen möchte, der meldet sich für eine zufällige Herausforderung an. Während Charaktere unter Stufe 80 hier pro absolvierter Instanz einen Beutel mit wertvollen Gegenständen erhalten, bekommen hochlevelige Spieler zwei Marken des Frosts für die erste, bzw. zwei Marken des Triumphs für jede weitere Zufallsinstanz.

Das neue Questverfolgungssystem zeigt Ihnen an, wo Sie das Ziel der Quest finden. Somit ersparen Sie sich lästiges Suchen.

Auch neue Spieler bekommen den Einstieg erleichtert: Ein neues Questverfolgungssystem zeigt auf der Gebietskarte den Bereich an, der für den Auftrag relevant ist. Längeres suchen nach bestimmten Gegnern oder Auftragsgebern entfällt somit. Zudem wurden erhöhte Regenerationen für niedrigstufige Charaktere sowie ein bebildertes Tutorial eingefügt. Zahlreiche kleinere Veränderungen an den Klassen, Instanzen sowie ein neuer Angelwettbewerb mit neuen Preisen und mehr Rufpunkte bei Fraktionen in Nordend vollenden den durchaus interessanten Patch. Dank dem Tier10-Set, sowie den vier verschiedenen Schwierigkeitsgraden in der Eiskronenzitadelle ist für die nächsten Wochen also ausgesorgt.

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