Facebook & Co. - die 10 besten Tipps

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Surfen macht Spaß. Aber Achtung, verraten Sie nicht zu viel Intimes und Privates.

Heute schon gegruschelt? Diese Wort-Kombination aus „Grüßen“ und „Kuscheln“ steht in sozialen Netzwerken wie meinVZ, studiVZ, Wer-kennt-wen, Lokalisten oder Facebook für die Kontaktaufnahme im Internet.

Solche Seiten erleben derzeit einen unglaublichen Boom – weit über 20 Millionen Deutsche sind dort bereits vertreten. Doch so beliebt das „Netzwerken“ auch ist – es bringt vielfältige neue Gefahren mit sich, beispielsweise in Sachen Datenschutz, Viren, Missbrauch aller Art. Wir liefern Ihnen die besten Tipps, wie Sie und Ihre Kinder in Facebook & Co. Spaß haben können – aber sicher!

1. Nutzen Sie die Datenschutzeinstellungen: Einfach anmelden und lossurfen – das ist in den Communities keine gute Idee. Denn die Standard-Einstellungen in Sachen Sicherheit und Datenschutz sind meist zugunsten der Betreiber angelegt – für möglichst viele Seitenabrufe und beste Werbemöglichkeiten. Dabei bieten die Websites viele Funktionen zum Schutz der User. Sie müssen sich nur die Zeit nehmen, diese im Menü „Einstellungen“ auch zu aktivieren. Experten raten: Schalten Sie zunächst alle Funktionen ab, die Sie nicht wirklich brauchen – es kostet nur einen Klick, sie bei Bedarf wieder einzuschalten.

2. Organisieren Sie Ihre Kontakte: Unterteilen Sie Kontakte in Listen wie „Freunde“, „Familie“ oder „Beruf“. Jeder dieser Gruppen können Sie dann unterschiedliche Zugriffsrechte einräumen. Fotos, die Ihre Familie sehen darf, gehen Ihre Kollegen meist nichts an. Mit den Listen behalten Sie den Überblick.

3. Surfen Sie mit Tarnkappe: In Facebook (siehe Lexikon unten rechts) können Sie unter „Einstellungen/Privatsphäre/Suche“ definieren, wer Ihr Profil über die eingebaute Suchmaschine findet – also beispielsweise nur Ihre Freunde, aber keine neugierigen Kollegen, potenzielle künftige Arbeitgeber oder gar Internet-Ganoven. Ähnliche Funktionen bieten auch andere Communities.

4. Raus aus Google: Auf der gleichen Facebook-Seite können Sie verhindern, dass Ihr Profil plötzlich ungewollt in Suchmaschinen wie Google auftaucht – und damit wirklich für alle Welt sichtbar ist.

5. Vorsicht vor der Foto-Falle: Wenn ein Freund beispielsweise ein „unpassendes“ Partybild von Ihnen auf seiner Seite einstellt und mit Ihrem Namen markiert, können standardmäßig auch alle Ihre anderen Freunde das Foto sehen. Diese Funktion deaktivieren Sie bei Facebook unter „Privatsphäre/Profil“. Auch Ihre eigenen Fotos sollten Sie in Alben einordnen – und für jedes Album definieren, wer die Bilder sehen darf.

6. Seien Sie verschwiegen: Sinn der Communities ist es nicht, alle nur denkbaren Infos ins Netz zu stellen. Egal ob Beziehungsstatus oder Geburtsdatum – überlegen Sie genau, was Sie preisgeben wollen. Eine 21-jährige Single-Frau muss sich über unerwünschte Kontaktversuche nicht wundern. Und Telefonnnummern haben im Profil nichts zu suchen.

7. Vorsicht vor unerwünschten Freunden: Die Anzahl von Freunden bei Lokalisten & Co. ist zwar längst zur Prestigefrage geworden – Freundschaftsanfragen von völlig Unbekannten sollten Sie dennoch ablehnen. Belästigungen oder gar Pädophile, die sich an junge Nutzer heranmachen, nehmen zu.

8. Schutz vor der Werbeflut: In den Einstellungen Ihres Kontos sollten Sie die Möglichkeit deaktivieren, dass der Betrei ber Ihre Daten für Werbezwecke verwendet. Beispielsweise bei meinVZ können Sie auswählen, ob Sie „zielgruppenspezifische“ Werbung erhalten möchten oder nicht.

9. Achtung bei Facebook-Programmen: Die vielen kleinen Progrämmchen und Spiele sind eine der Attraktionen von Facebook. Aber aufgepasst: Auch hier verbreiten sich bereits Viren und Würmer, die von Facebook aus Ihren Rechner infizieren können. Verwenden Sie nur Anwendungen, die als „Facebook verifiziert“ gekennzeichnet sind.

10. Schützen Sie Ihre Pinnwand: Peinlich kann’s werden, wenn auf Ihrer öffentlichen Pinnwand Einträge auftauchen, die niemanden etwas angehen – etwa weil ein Freund dort „Wie war’s gestern mit Heike?“ postet. Sie sollten regeln, wer dort schreiben darf, und wer die Einträge zu sehen bekommt – bei Facebook geht das unter „Profil/Pinnwand“.

Facebook: Der Weltmarktführer unter den sozialen Netzwerken ist erst seit März 2008 mit einer eigenen deutschsprachigen Version im Internet präsent – hat aber bereits über zwei Millionen Nutzer und holt gegenüber der VZ-Gruppe (meinVZ, studiVZ, schülerVZ) und Wer-kennt-wen rapide auf. Weltweit nutzen laut Facebook 200 Millionen Menschen den Service – das wäre jeder fünfte Internet-Nutzer. Alle Besucher zusammen verbringen täglich demnach über 58 Millionen Stunden oder 6600 Jahre auf Facebook. In Deutschland sind die über 35-jährigen die am schnellsten wachsende Nutzergruppe.

Jörg Heinrich

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