217 Erstklässler und zwei neue Leiter starten in den Unterricht

Erster Schultag für Führungskräfte

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Rektor Stefan Wesselmann ist an der Trinkbornschule ebenso neu wie die 133 Vor- und Erstklässler, die nach der Willkommensfeier zum ersten Schnupperunterricht zogen.  

Rödermark - 217, 2, 1: Das sind die wichtigsten Zahlen der Feiern, mit denen die Trinkbornschule und die Schule an den Linden heute die Erstklässler begrüßten.

Nicht nur für 217 Kinder begann der Schulalltag, sondern auch für die beiden neuen Leiter, Stefan Wesselmann und Andrea Schöps. Außerdem nahm in Urberach eine Mensa den Betrieb auf.
Entgegen dem Landestrend geht an der größten Grundschule des Kreises die Zahl der Erstklässler zurück. 133 Kinder - verteilt auf sechs Klassen und eine Vorklasse - wurden in der Kulturhalle eingeschult. Voriges Jahr waren’s 139, 2015 noch 141 Erstklässler.

Von ein paar Wochen Einarbeitungszeit abgesehen ebenfalls neu an der Trinkbornschule ist Rektor Stefan Wesselmann. Bis Ende Juni war er Leiter der Käthe-Paulus-Schule in Zellhausen. Der 42-Jährige suchte eine neue Herausforderung, in Ober-Roden war das Chefbüro seit Februar verwaist. Da kam also eins zum anderen. Wesselmann trat seinen Dienst aufgrund der langen Vakanz schon vor den Sommerferien an und versicherte bei der Einschulungsfeier: „Ich bin von allen ganz herzlich aufgenommen worden!“

Die neue Leiterin der Schule an den Linden, Andrea Schöps, bekannte gestern vor den 84 Erstklässlern und ihren Eltern, dass sie ebenso unruhig geschlafen habe wie wohl die meisten der Kinder.  

Herzlich aufgenommen wurden auch die Neulinge. Ex-Lehrerin Marianne Jung hatte sogar ihr Pensionärinnen-Dasein unterbrochen, um mit ihren ehemaligen Schülern ein Begrüßungslied einzustudieren. Eine viel bejubelte Lachnummer im Programm waren die Betreuungskinder. Unter dem Motto „Ach wie peinlich!“ nahmen sie sich „den aus der dritten Reihe, der wie ein Riesensmiley grinst“ vor oder zogen über besonders fein herausgeputzte Gäste her, über die das Blitzlichtgewitter der Fotografen prasselte: „Ihr glaubt wohl, ihr seid Stars“ lästerten sie. Um zum Schluss mit treuem Augenaufschlag zu verkünden, dass nicht die neuen Mitschüler, sondern deren erwachsener Anhang Ziel der Spöttelei war.

Trotz vielem Gelächter herrscht an der Trinkbornschule nicht eitel Sonnenschein. Zwar seien nur zwei Lehrerstellen unbesetzt und die Unterrichtsgrundversorgung sei sicher, erläuterte Wesselmann im Gespräch mit unserer Zeitung die Personalsituation. Doch bei den freien Stellen handelt es sich um die der Konrektorin und des zweiten Konrektors; Wesselmann steht mindestens bis nach den Herbstferien allein auf weiter Flur. Immerhin: Eine Kandidatin mit Erfolgsaussichten hat sich bereits als Konrektorin beworben. Ein Nachfolger für den zweiten Konrektor Sebastian Albers ist noch nicht in Sicht. Denn er hat erst vergangene Woche erfahren, dass seine Bewerbung als Schulleiter in Reinheim erfolgreich war.

Bilder: Einschulung 2017 in Rödermark

Wie in der Trinkbornschule war auch der Start in der Schule an den Linden geprägt von vielen Neuem: Nicht nur 84 künftige Erstklässler saßen da erwartungsvoll, aber oft mit unsicherem Blick auf ihren Stühlen. Vor ihnen stand mit Andrea Schöps auch eine neue Rektorin, die ebenso unruhig geschlafen hatte wie wohl viele ihrer Abc-Schützen. Erster Stadtrat Jörg Rotter wünschte ihr und den „neuen“ Kleinen viel Glück und begrüßte sie außer mit einem Blumenstrauß auch mit einer kleinen Schultüte. „Selbstverständlich muss da Kinderschokolade drin sein“, hatten ihm gute Geister verraten.

Andrea Schöps, die seit 2001 an der Trinkbornschule unterrichtet hatte und nun zur Rektorin an der Schule an den Linden berufen wurde, machte sich und ihren Schülern ganz viel Mut, und für den Notfall versprach sie: „Wenn ihr mal ein richtig großes Problem habt, dürft ihr mich immer besuchen!“

Gemeinsam mit der stellvertretenden Schulleiterin Verena Hofmann und Konrektorin Silke von Staden sorgten die Eltern der zweiten Klassen für eine reibungslose und eine mit Kaffee und Kuchen versüßte Einschulungsfeier. Der Schulchor gestaltete zu Ehren der Neuen ein bewegungsorientiertes Programm.

Vier erste Klassen sind eine weniger als im vergangenen Jahr bei damals 111 neuen Schülern, doch das ist nur ein Übergang. Im nächsten Jahr erwartet Andrea Schöps wieder eine Zunahme an Grundschülern. Insgesamt unterrichten in der Schule an den Linden derzeit 33 Lehrkräfte 420 Kinder. (lö/chz)

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